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AUSSTELLUNG: Was macht uns zu dem, was wir sind?

Was Identität bedeutet, ist sehr komplex. Dies wird einem im Vögele-Kulturzentrum mit Bildern, Texten und Installationen anschaulich verdeutlicht.
Was aus einem werden kann... (Bild: PD)

Was aus einem werden kann... (Bild: PD)

Heidi Peruzzo

Mit einem grünen Pass in der Hand betritt der Besucher die Ausstellung «Wer bin ich? Was kann ich wissen, was soll ich tun, was darf ich hoffen?».

Dieser persönliche Pass begleitet ihn durch die ganze Anlage und bietet Platz, um bei jeder Station persönliche Eindrücke des Gesehenen zu notieren. Die Reise startet ab dem Beginn des Lebens mit Fragen zur Herkunft, Kultur, Nationalität, aber auch zu Körper, Status und Psyche.

Sich verirren und neue Wege finden

Die beiden Kuratoren Jon Bollmann und Pia Marti hatten von Anfang an die Idee, das Brettspiel «Spiel des Lebens» als roten Faden in die Ausstellung zu integrieren. Auf weissen Spielfeldern am Boden werden die Besucher durch die oben genannten Themenbereiche geführt, kommen zu Weggabelungen, verirren sich und finden ihren eigenen Weg sowie eigene Antworten.

Der Beginn des Lebens ist zugleich der Beginn der Ausstellung. Mit farbigen Garnknäueln werden die Besucher aufgefordert, ihre Spuren auf einem Wandteppich zu hinterlassen. Diese inter­aktive Installation ist von Mary Corey March. Die Astrologin Monica Kissling gibt einen Einblick in die Sternenkonstellation vom Geburtshoroskop von Roger Federer und verdeutlicht damit, wie sie den Einfluss von kosmischen Kräften auf unser Leben sieht.

Werte von Berufsgruppen

Beim Abschnitt Kultur kann der Besucher einen Gebetomaten betreten, welcher von aussen aussieht wie ein Passbildautomat. In diesem können 300 Gebete aus allen Kulturen und Religionen angehört werden. Denn der Glaube prägt bekanntlich die Weltanschauung vieler Menschen stark.

Die Ausstellungsmacher präsentieren im Bereich Status mit einer eigenen Installation des Vögele-Kulturzentrums verschiedene Angehörige einer Berufsgruppe. Denn auch die berufliche Ausrichtung nimmt grossen Einfluss auf unsere jeweilige Identität. Je drei Landwirte, Sportler, Polizisten, Künstler und Geistliche geben in einem Interview Einblicke in ihre Werte, die sehr verschieden sind.

«Das Ich ist niemals fertig»

Am Ende der Ausstellung begegnet der Besucher der Psyche, dem innersten Kern der Identität. In einem Spiegelkabinett zeigen die Kuratoren «Das rote Buch» von Carl Gustav Jung. Dieses Buch wurde lange Zeit unter Verschluss gehalten und erst 2009 veröffentlicht.

Nach dem Labyrinth aus Spiegeln steht das Publikum in einem offenen Raum vor einer grossen Spiegelwand, auf der die Frage «Bin ich, wer ich sein möchte?» zu lesen ist. Diese Frage kann individuell beantwortet werden, und zum Abschluss erhält der Gast einen Glückskeks mit persönlicher Botschaft.

Mit dieser süssen Überraschung im Mund kann die letzte Seite des Passes aufgeschlagen werden. Darin zu lesen steht: «Das Ich ist niemals fertig.»

Hinweis

«Wer bin ich? Was kann ich wissen, was soll ich tun, was darf ich hoffen?»: Ausstellung im Vögele-Kulturzentrum in Pfäffikon SZ.

Bis 25. September. Öffnungszeiten: Mittwoch bis Sonntag, 11–17 Uhr, Donnerstag, 11–20 Uhr, Montag und Dienstag geschlossen.

... und was andernfalls auch: zwei Bilder aus der Serie «Einst war sie Miss Rimini» von Manon alias Rosmarie Küng, Zürich. (Bild: PD)

... und was andernfalls auch: zwei Bilder aus der Serie «Einst war sie Miss Rimini» von Manon alias Rosmarie Küng, Zürich. (Bild: PD)

Ist es die gleiche Person? Und falls nicht: Wie gleich machen Äusserlichkeiten auch das Innere? Videostandbilder aus «Factum Jacob» von Candice Breitz, Berlin. (Bild: PD)

Ist es die gleiche Person? Und falls nicht: Wie gleich machen Äusserlichkeiten auch das Innere? Videostandbilder aus «Factum Jacob» von Candice Breitz, Berlin. (Bild: PD)

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