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AUSZEICHNUNG: Innerschweizer Kulturpreis geht an Hans Hassler

Hans Hassler ist Träger des Innerschweizer Kulturpreises 2018: Der in Hagendorn/ZG lebende 72-jährige Musiker hat mit seinem Akkordeon weit über die Volksmusik hinaus neue Klangwelten erschlossen.
Hans Hassler, der heute in Hagendorn im Kanton Zug lebt, ist 1945 in Chur geboren und in einer traditionellen Volksmusikerfamilie aufgewachsen. (Bild: Francesca Pfeffer)

Hans Hassler, der heute in Hagendorn im Kanton Zug lebt, ist 1945 in Chur geboren und in einer traditionellen Volksmusikerfamilie aufgewachsen. (Bild: Francesca Pfeffer)

Die runde Brille auf der Nasenspitze, ein wuchernder Bart und zwei schalkhafte Äuglein ge­hören zu seinen äusseren Markenzeichen: Hans Hassler, Akkordeonist und fabulierender Zeitgenosse, versteht es immer wieder, einem Theaterstück seine besondere Würze zu geben, Lesungen von Schriftstellern interaktiv zu be­reichern sowie mit Bands oder als Solist auf seinem Akkordeon Musik zu kreieren, wie man sie wahrlich nicht alle Tage hört.

Der Stiftungsrat der Innerschweizer Kulturstiftung würdigt Hans Hassler mit der Vergabe des Innerschweizer Kulturpreises und einem Preisgeld von 25 000 Franken «für sein kreatives Schaffen quer durch alle Sparten und seine zahlreichen Kooperationen mit Theater- und Musikschaffenden in der Zentralschweiz».

Schalk und Verspieltheit

Hasslers künstlerisches Schaffen sei geprägt von «seiner uner­sättlichen Neugier», «seinem einzigartigen Gespür für Musi­kalität» und «seiner unermüd­lichen ­Begeisterung für Noten und Klänge», schreibt die Kulturstiftung Zurzeit ist Hans Hassler mit dem aktuellen Stück von Louis Naef «Der wahre Lebenslauf eines Verdingbuben» auf Tour, in dem er mit dem Ak­kordeon die szenische Lesung mu­sikalisch begleitet. Als Mu­siker und Komponist war Hassler auch am Stadttheater Basel, am Schauspielhaus Zürich, im Opernhaus Zürich oder am Stadttheater St. Gallen zu erleben.

Der 1945 in Chur geborene Hassler hat einen bemerkens­werten musikalischen Lebenslauf hinter sich. Aufgewachsen in einer Volksmusikfamilie, begann Hassler mit seinen zwei Brüdern als «Hassler Buebe» durch die Ländlerszene zu touren.

Nach der wegweisenden Begegnung mit dem dänischen Ak­ko­rdeon-Pionier Mogens Ellegaard Anfang der 1980er-Jahre stiess Hassler mit dem Akkordeon in neue Gebiete vor. Mit Hans Kennel, Roland Dahinden und Thomas Eckert spielte er in der Jazzformation Habarigani, nahm mit dem Vienna Art Orchestra auf, tourte mit La Lupa oder dem Jazzmusiker Gebhard Ullmann.

Wie grenzenlos und fantastisch Hasslers Musikuniversum ist, machen seine drei Solo-CDs deutlich. Wer je gemeint hat, er habe auf dem Akkordeon schon alles gehört, kann sich auf «sehr schnee, sehr wald, sehr» (2008), «Hassler» (2013) sowie dem aktuellen Album «wie die zeit hinter mir her» (2017) eines Besseren belehren lassen. Hassler gelingt ein Spagat zwischen Volksmusik, Avantgarde, Klassik und Improvisation, der so wundersam eigen ist wie seine Erscheinung. Inklusive dem Schalk und der Verspieltheit, die in seiner Musik aufblitzen.

Pirmin Bossart

kultur@luzernerzeitung.ch

Hinweis

Die Preisverleihung findet Ende September im Theater Casino in Zug statt.

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