Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Konto per E-Mail erhalten.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Barbara Streisand – Ein Weltstar und doch «recht gewöhnlich»

Mehr als 140 Millionen verkaufte Alben, Oscars, Emmys und Golden Globes und zahllose Fans weltweit: Doch Barbra Streisand sieht sich immer noch als «Mädchen aus Brooklyn». Heute feiert sie den 75. Geburtstag.
Christina Horsten (dpa)
Barbra Streisand redet nicht gerne über ihre Arbeit, dafür aber über Donald Trump. (Bild: Keystone)

Barbra Streisand redet nicht gerne über ihre Arbeit, dafür aber über Donald Trump. (Bild: Keystone)

Und Streisand arbeitet weiter wie eh und je: Gleich zwei neue Alben hat sie gerade veröffentlicht, eines mit Broadway-Songs, eines mit Duetten, ab 2020 will sie eine neue Kulturhalle am World Trade Center leiten, und sie hat gerade erst wieder zwei Konzerte für Anfang Mai angekündigt. Eines davon in Brooklyn.

Mit Tabletten gegen Lampenfieber

Dabei sind Bühnenauftritte alles andere als ihre Leidenschaft. Jahrzehntelang litt Streisand unter Lampenfieber, «dass es mir fast den Magen umgedreht hat». «Ein Grund, dass ich inzwischen auftreten kann, ist, dass es Tabletten gegen Lampenfieber gibt. Ich wünschte, davon hätte mir jemand schon vor Jahren erzählt.»

Auch sonst lebt Streisand nicht gerne das Leben, das man sich von einem Weltstar vielleicht vorstellt. Rote Teppiche meidet sie («Ich werde nicht gerne fotografiert, Ende»), ebenso Interviews («Ich rede nicht gerne über mich selbst, und ich rede nicht gerne über die Arbeit»).

Trotzdem äussert sie sich zu aktuellen Themen, vor allem über ihre Website und via Twitter. In jüngster Zeit schiesst Streisand, die Hillary Clinton unterstützt hat, hauptsächlich gegen US-Präsident Donald Trump. «Ich kann keinen rassistischen, fremdenfeindlichen Sexisten respektieren, der uns mit seinem Verhalten alle gefährdet.»

In ärmlichen jüdisch-orthodoxen Verhältnissen aufgewachsen, träumte sie schon früh von einer Schauspielkarriere. Bei einem Nachtclub-Auftritt traf sie das Songschreiber-Duo Alan und Marilyn Bergman, die ihr dann jahrzehntelang Hits schrieben.

Warum sie die Nase nie machen liess

Gleich für ihren ersten grossen Hollywood-Film «Funny Girl» (1968) gewann sie einen Oscar als beste Hauptdarstellerin. Ihre TV-Shows «My Name Is Barbra» und «Color Me Barbra» gingen um die Welt. Filme wie «The Way We Were», «Hello Dolly» oder «Yentl» wurden zu Klassikern.

Streisand wird zum Star mit Wiedererkennungswert – wegen ihrer unvergleichlichen Stimme, aber auch wegen ihrer grossen Nase. Zu einer Operation habe sie sich nie überwinden können. «Ich hatte Angst vor dem Schmerz. Und wie würde ich wissen, dass er nicht zu viel wegschneidet?»

Am liebsten ist Streisand zu Hause, in dem aufwendig eingerichteten Anwesen an der Küste Kaliforniens, das sie mit ihrem zweiten Ehemann, dem Schauspieler James Brolin, teilt. Mühelos könne sie Tage mit Zeitunglesen und der Neueinrichtung ihres Anwesens verbringen, erzählt sie in Interviews. Überhaupt gehe nichts über einen Kaffee im Bett. «Ich bin nämlich in vielerlei Hinsicht recht gewöhnlich.»

Christina Horsten (DPA)

kultur@luzernerzeitung.ch

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.