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BILDERBUCH: Ein kleiner Fisch eroberte die Welt

Vor 25 Jahren tauchte der «Regenbogenfisch» erstmals auf. Und wurde ein Riesenerfolg. Jetzt gibt es einen neuen Band.
Arno Renggli
Der Regenbogenfisch, als er noch alle Glitzerschuppen hatte. (Bild: PD)

Der Regenbogenfisch, als er noch alle Glitzerschuppen hatte. (Bild: PD)

Arno Renggli

arno.renggli@luzernerzeitung.ch

Den Regenbogenfisch kennt fast jedes Kind. Und fast jeder Erwachsene mit Kindern. Als die Bilderbuchfigur des Berner Autors Marcus Pfister erstmals erschien, geriet sie zu einer einzigartigen Erfolgsstory. In rund 80 Sprachen übersetzt, sollen sich bisher rund 30 Millionen Bücher verkauft haben. Zum Erfolg beigetragen hat sicher die Heiss­folienprägetechnik, die dem Protagonisten sein glitzerndes Schuppenkleid und somit sein besonders Merkmal ermöglichte.

Natürlich waren auch Kritiker schnell auf dem Plan, rügten die kindlich-bunten Zeichnungen, die vermenschlichte und verkitschte Meereswelt oder die simplen pädagogischen Aussagen. Andererseits: Es gibt kaum ein Kind, das auf den Regenbogenfisch nicht anspricht, vielleicht gerade, weil die Zeichnungen niederschwelliger sind als bei anderen Bilderbüchern, wo die künstlerische Ambition die kleinen Leser vielleicht sogar überfordert. Die Vermenschlichung der Meeresbewohner stimmt zum Teil, gleichzeitig werden Kinder an die natürlichen Eigenschaften der Tiere zumindest herangeführt. Dass der Held sehr menschliche Züge hat, zu denen eben auch Fehler und Schwächen gehören, ist gerade eine Stärke.

Das Erzieherische kommt unterschiedlich direkt

Die Pädagogik schliesslich ist in den einzelnen Bänden unterschiedlich direkt. Beim ersten Band, in welchem der Regenbogenfisch teilen lernt, indem er die Glitzerschuppen bis auf eine an andere Fische verschenkt, ist sie natürlich sehr klar. In anderen Bänden steht das Abenteuer im Vordergrund. Allenfalls gekoppelt mit einer Aussage. So etwa in «Der Regenbogenfisch hat keine Angst mehr», eine der besten Geschichten der ganzen Reihe.

Zum 25-Jahr-Jubiläum ist nicht nur eine speziell ausgestattete Wiederauflage des ersten Bandes erschienen, sondern neu auch «Der Regenbogenfisch lernt verlieren». Hier steht die Pädagogik wieder sehr deutlich im Vordergrund – es ist vielleicht nicht die originellste Story der ganzen Reihe. Apropos Pädagogik: Neu ist auch ein «Regenbogenfisch»-Begleitbuch für Schule und Kindergarten erhältlich.

Dass weitere Abenteuer mit dem Regenbogenfisch erscheinen, ist gut möglich. Nicht weil Autor Marcus Pfister müsste. Der heute 56-Jährige hat längst ausgesorgt, wie er selber einräumt. Aber solange sein Held so viele Kinder anspricht, wird wohl auch Pfister seine Freude daran haben.

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