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BLUE BALLS: Den mutigen Weg konsequent verfolgt

Das Festival rund um das Seebecken ging gestern Nacht zu Ende. Besonders erfreulich: Das Blue Balls hat mittlerweile eine klare Linie.
Michael Graber
Ty Taylor von Vintage Trouble zeigte beim mitreissenden Konzert am Dienstagabend vollen Körpereinsatz. (Bild: Keystone/Alexandra Wey)

Ty Taylor von Vintage Trouble zeigte beim mitreissenden Konzert am Dienstagabend vollen Körpereinsatz. (Bild: Keystone/Alexandra Wey)

Michael Graber

Es gab Zeiten, da war das Blue Balls Festival ein ziemliches Mischmasch. Altstars traten neben hippen Acts auf. Blues neben Funk, neben Pop, neben Soul, neben den Söhnen Mannheims. Alles hatte seinen Platz. Das Blue Balls wurde dann nicht als Festival, sondern als Veranstalter einzelner Konzertabende wahrgenommen.

Deutlich jünger geworden

In den letzten Jahren hat sich das Festival konsequent von dieser Linie verabschiedet. Das Blue Balls ist zur mutig programmierten Veranstaltung geworden. Das fängt bei der Auswahl des Gesichts an (heuer Shura), zeigt sich in der musikalischen Öffnung (Rap mit Kool Savas am Freitag, Hardrock mit Airbourne gestern) und dazwischen viele schöne Entdeckungen (etwa Ibey am Eröffnungsabend und Soley am Sonntag). Insgesamt ist das Festival auf der Bühne deutlich jünger geworden, Altstars findet man heute eigentlich keine mehr (allenfalls fällt Seal am Mittwoch noch in diese Kategorie).

Eine mutige Programmierung ist aber immer auch ein Risiko. Vieles kann bezüglich Publikumswirkung funktionieren, muss aber nicht. Auffällig war in diesem Jahr, dass es da und dort eben nicht klappte. Bei einigen Konzerten gab es doch mittlere Löcher in den Zuschauerrängen. Steve Wilson (Montag) und auch Kool Savas hatten beispielsweise deutlich weniger Publikum, als es ihre Show verdient gehabt hätte. Ausverkauft war einzig das Konzert von Katie Melua am Donnerstag, sehr gut besucht war am selben Abend auch The Corrs (mit einem eher langweiligen Konzert) und auch Air (Eröffnungsabend), Charles Bradley (Dienstag) und Seal zogen viel Publikum an. Genaue Zahlen gibt das Festival erst heute bekannt.

Viel Volk am See

Auf und Abs sind nichts Neues am Blue Balls. Immer mal wieder gab es weniger gut besuchte Konzerte, nach der sehr erfolgreichen Ausgabe 2015 war es vielleicht einfach auch ein bisschen auffälliger als sonst. Zudem war in diesem Konzertsommer das Angebot gross (neben den Festivals auch noch mehrere grosse Konzerte wie «Allmend rockt» und Coldplay). Angst haben um das Blue Balls muss man aber überhaupt nicht: Ein Datum fürs nächste Jahr gibt es schon – 2017 findet das Festival vom 21. bis am 29. Juli statt.

Ausserhalb des KKL ist das Festival sowieso eine konsequente Erfolgsgeschichte: Es dürften wieder rund 100 000 Leute an den neun Tagen beim Pavillon, beim Schweizerhof und dem KKL gefeiert haben. Auch die weiteren Elemente des Festivals, etwa die Livegemälde, haben sich etabliert und erfreuen sich eines grossen Zuspruchs – ausser die kleine Bühne bei der Seebar, die feinen jazzigen Bands wirken da im allgemeinen Trubel etwas verloren. Erfreulich ist die intelligente Musikauswahl bei den Pavillonkonzerten, die auch mal Aufmerksamkeit einfordert.

Der eingeschlagene Weg des Blue Balls ist der richtige. So schafft es das Festival, sich innerhalb der Musiklandschaft klar zu positionieren. Ab dem nächsten Jahr wirkt mit Thomas «Gisi» Gisler zudem ein neuer Booker, der bereits in der Schüür bewies, dass er die Gratwanderung zwischen Kommerz und Kultur gut beherrscht. An ihm und Festivaldirektor Urs Leierer liegt es nun, die Feineinstellungen etwas zu justieren.

Willkommene Zugabe

Vieles kann man ohne Zweifel aber so lassen wie bisher. Wenn dann ein Newcomer komplett einschlägt, wie beispielsweise James Bay 2015, ist das dann vor allem eine willkommene Zugabe. Der Blue-Balls-Jahrgang 2016 wird nicht als der erfolgreichste aller Zeiten in die Geschichte eingehen, aber auch nicht sonderlich abfallen. Er zeigt jedoch deutlich, wie es mit dem Festival weitergeht, und das ist eine gute Nachricht für alle Musikfans.

Laura Mvula (Bild: Keystone / Alexandra Wey)
The Temperance Movement (Bild: Keystone / Alexandra Wey)
Rapper Kool Savas (Bild: Keystone / Urs Flüeler)
Corinne Bailey Rae (Bild: Keystone / Urs Flüeler)
Die Sängerin Katie Melua während ihrem Konzert am Donnerstag am Blue Balls Festival. (Bild: KEYSTONE/Alexandra Wey)
Der britische Sänger-Songwriter Jamie Lawson trat am Donnerstag auf. (Bild: KEYSTONE/Alexandra Wey)
Andrea Corr von der irischen Popband "The Corrs". (Bild: KEYSTONE/Alexandra Wey)
Seal (Bild: Keystone / Alexandra Wey)
Seal (Bild: Keystone / Alexandra Wey)
Kwabena Sarkodee Adjepong alias Kwabs aus Grossbritannien (Bild: Keystone / Alexandra Wey)
Charles Bradley im Luzernersaal des KKL (Bild: Philipp Schmidli)
Ein Graffiti-Künstler beim KKL (Bild: Philipp Schmidli)
Charles Bradley im Luzernersaal des KKL (Bild: Philipp Schmidli)
Stimmungsbild vom Blue Balls Festival 2016 (Bild: Philipp Schmidli)
Sängerin und Songwriterin Ala.Ni aus London spielt im Konzertsaal des KKL. (Bild: Keystone / Alexandra Wey)
Ty Taylor und seine Kollegen von der amerikanischen Band Vintage Trouble treten im Luzerner Saal des KKL auf. (Bild: Keystone / Alexandra Wey)
Ty Taylor von der amerikanischen Band Vintage Trouble singt während des Konzerts auch in ungewöhnlicher Manier. (Bild: Keystone / Alexandra Wey)
Steven Wilson im KKL (Bild: Keystone / Alexandra Wey)
Ihr «Stolen Dance» katapultierte sie in die Herzen und Köpfe der Menschen: Milky Chance. (Bild: Keystone / Alexandra Wey)
Nochmal Milky Chance: Clemens Rehbein. (Bild: Keystone / Alexandra Wey)
Die US-amerikanische Sängerin Zola Jesus während ihres Konzerts vom Montag, 25. Juli, im KKL. (Bild: Keystone / Alexandra Wey)
Lilly Hates Roses spielt vor dem KKL. (Bild: Nadia Schärli)
X-Factor-Gewinner 2012 James Arthur, ganz cool mit Brille. (Bild: Nadia Schärli)
Nochmal James Arthur, dem mit «Impossible» der Durchbruch gelang. (Bild: Keystone/Urs Flüeler)
East Cameron Folk spielt beim Pavillon. (Bild: Nadia Schärli)
Seinaba Sey aus Schweden im Luzernersaal. (Bild: Keystone / Urs Flüeler)
Soley aus Island (Bild: Keystone / Urs Flüeler)
Die schottische Sängerin Kate Victoria Tunstall (Bild: Keystone / Alexandra Wey)
Konzert von Verena von Horsten beim Pavillon (Bild: Dominik Wunderli / Neue LZ)
Konzert der französischen Band Air mit Sänger Jean-Benoît Dunckel im Luzerner Saal des KKL (Bild: Dominik Wunderli / Neue LZ)
Konzert der französischen Band Air mit Sänger Jean-Benoît Dunckel im Luzerner Saal des KKL (Bild: Dominik Wunderli / Neue LZ)
Konzert der französischen Band Air mit Sänger Jean-Benoît Dunckel im Luzerner Saal des KKL (Bild: Dominik Wunderli / Neue LZ)
Die britische Sängerin Shura (24) bei ihrem Eröffnungskonzert im KKl. (Bild: Dominik Wunderli (Neue LZ))
Konzert am Blue Balls Festival im KKL Luzernersaal von Shura. (Bild: Dominik Wunderli (Neue LZ))
Konzert am Blue Balls Festival im KKL Luzernersaal von Shura. (Bild: Dominik Wunderli (Neue LZ))
Ibeyi, das fränzösisch-kubanische Duo singt beim Konzert am Blueballs Festival (Bild: Keystone / Alexandra Wey)
Die Band Faber eröffnet die Blueballs Konzertserie im Pavillon. (Bild: Keystone / Alexandra Wey)
Ausgelassene Stimmung vor dem Pavillon. (Bild: Keystone / Alexandra Wey)
Ausgelassene Stimmung vor dem Pavillon (Bild: Keystone / Alexandra Wey)
Yael Hodel verkauft Festival-Pins (Bild: Philipp Schmidli)
Claudia Wehrle arbeitet an einer Bar am Blue Balls (Bild: Philipp Schmidli)
Verkaufsstände beim Schweizerhof. (Bild: Nadia Schärli)
42 Bilder

Blue Balls Festival in Luzern

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