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BLUE BALLS: Katie Melua: «Es ist schön, dass ihr so still seid»

Katie Melua bezauberte im ausverkauften Konzertsaal mit vielen Facetten. Sie gab dabei auch fremden Songs ihre ganz eigene Note.
Michael Graber
Sängerin Katie Melua gestern Abend bei ihrem Auftritt im Konzertsaal des KKL. (Bild: Manuela Jans-Koch)

Sängerin Katie Melua gestern Abend bei ihrem Auftritt im Konzertsaal des KKL. (Bild: Manuela Jans-Koch)

Michael Graber

Da hats Jazz, da hats Blues, da hats Folk, da hats sogar eine Prise Rock. Katie Melua kann das alles locker. Die 31-Jährige zeigt sich bei ihrem Auftritt im ausverkauften Konzertsaal facettenreich, und sie präsentiert eine reiche Auswahl an Songs. Über zwanzig Stück wird sie am Ende der 90 Minuten gespielt haben. Viel Eigenes, aber auch schöne Coverversionen. «Nothin In The World Can Stop Me Worryin Bout That Girl» von The Kinks oder «Spooky» von Dusty Springfield. Melua covert aber nicht einfach, sie interpretiert. Sie gibt den Songs eigene Farben. Sogar «Piece of My Heart» – am bekanntesten wohl in der Version von Janis Joplin – klingt wie ein eigenes Stück.

Ausdruck und Wärme

Vielleicht liegt das daran, dass sich Melua gewohnt ist, Songs aus fremden Federn zu spielen. Viele ihrer Lieder stammen aus der Zusammenarbeit mit Songwritern. Melua versteckt diese Tatsache aber nicht, sondern nennt die Autoren bei ihrem Auftritt teilweise sogar vor den Songs.

Die vierköpfige Band (Bass, Tasten, Schlagzeug, Harfe) webt ihr dann jeweils den passenden Teppich, um ihre Stimme zu tragen. Es kann schleichend grooven oder wie etwa «The Flood» auch dunkel brummen. Je klassisch jazziger und bluesiger die Band spielt, desto besser kommt der Sound rüber. Ausbrechen darf er aber nie. Meluas Gesang soll nicht konkurrenziert werden. Das ist angesichts der guten Band fast ein bisschen schade. Aber es wäre umgekehrt auch um die Stimme schade. Melua hat viel Ausdruck und Wärme in ihrem Gesang. Auch in den höheren Lagen gerät sie nie ins Schleudern, sondern punktet sogar eher noch damit.

«Es ist schön, wie still ihr seid», sagt Melua. Und sie meint dies als Kompliment. Ihre Show fesselt das Publikum in den Sesseln. Nicht einmal mitgeklatscht. Erst am Schluss dann die obligaten stehenden Ovationen. Zum Schluss noch «What a Wonderful World». Und auch wenn die Welt gerade draussen teilweise aus den Fugen gerät: Für 90 Minuten war sie im KKl wirklich ziemlich wundervoll.

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