Das Lucerne Blues Festival präsentiert sein Programm 

Am 10. November 2018 wird das 24. Lucerne Blues Festival eröffnet. Die Verantwortlichen haben am Donnerstag an einem Apéro das diesjährige Programm vorgestellt.

Pirmin Bossart
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14 Formationen werden vom 10. bis 18. November auf den Bühnen des Grand Casino Luzern und des Hotels Schweizerhof Luzern auftreten. Das 24. Lucerne Blues Festival zeigt auch dieses Jahr eine nach verschiedenen Gesichtspunkten abgestimmte Mischung mit den verschiedenen Spielarten des Blues.

Der stilistische Faden zieht sich vom Mississippidelta über Chicago und Memphis bis zur Westcoast. Auch die Zydeco-Fuhr für die Tanzfreudigen wird nicht fehlen: Dieses Jahr mit dem Akkordeonisten und Sänger Geno Delafose aus Louisiana und seiner Band French Rockin Boogie.

Alte Bekannte und neue Gesichter

Es gehört zum Konzept des Blues-Festivals, dass jedes Jahr zwei bis drei Musiker oder Bands eingeladen werden, die in Luzern auch schon auf der Bühne standen. «Wir machen das, wenn vielleicht eine neue und besondere CD vorliegt oder die Band neu zusammengestellt wurde», sagt Martin «Kari» Bründler, Präsident Lucerne Blues Festival. Dieses Jahr gibt es ein Wiederhören mit Curtis Salgado, Janiva Magness und dem Sänger und Mundharmonikaspieler R. J. Mischo aus Oakland/California.

R. J. Mischo ist gleich mehrmals präsent: Er wird am 10. November an der Valiant Charity Night im Hotel Schweizerhof das Festival eröffnen, am ersten von drei Blues-Brunches spielen und auch im Grand Casino auftreten. Bründler freut sich auch auf den Soul-, Blues- und R&B-Sänger und Mundharmonikaspieler Curtis Salgado.

Neben den drei Wiederkehrern kommen die übrigen Acts zum ersten Mal nach Luzern. Zu ihnen gehören die Sängerin Annie Mack, The James Hunter Six, Rev. Sekou, Anthony Geraci & The Boston Blues All-Stars, Johnny Tucker (einmal mit Special Gust Kid Ramos), Barrence Whitfield & The Savages sowie die European-Blues-Contest-Sieger The Ragtime Rumours und Three Hours Past Midnight aus der Romandie.

Musiker, Theologe und Aktivist

Bründler freut sich insbesondere auf den Blues- und Soul-Shouter Barrance Whitfield aus Boston, dessen Stimmorgan, Energie und Körperfülle gleichermassen faszinieren. Aber auch auf Reverend Sekou, der eine Brücke schlägt zum politischen Bewusstsein der schwarzen Bevölkerung in den USA und der wohl zu den interessantesten Gästen zählt.

Sein Spektrum erschliesst nicht nur den Blues. Reverend Osagyefo Uhuru Sekou ist Bürgerrechtsaktivist, Theologe, Dokumentarfilmer und Musiker. Letztes Jahr veröffentlichte er das Grammy-nominierte Album «In Times Like These».

Das Lucerne Blues Festivals hat den Fokus noch nie auf die «big names» gelegt. «Wir sind daran interessiert, grosse Musik zu bringen, das ist unser Konzept», sagt Bründler. Die Herausforderung bestehe jedes Jahr wieder darin, ein spannendes und von den Geschmäckern her ausgewogenes Menu zusammenzustellen, das in sich stimme. «Das ist die grosse Kunst.» (pb)

www.bluesfestival.ch