BOLOGNA / MAILAND: Tausende nehmen Abschied von Claudio Abbado

Die Stadt Mailand hat den Mittwoch zum Trauertag erklärt. Währenddessen erweisen Tausende dem Maestro in Bologna die letzte Ehre.

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Tausende pilgern in die Basilika des Heiligen Stefans in Bologna, wo Claudio Abbado aufgebahrt wird. (Bild: Keystone)

Tausende pilgern in die Basilika des Heiligen Stefans in Bologna, wo Claudio Abbado aufgebahrt wird. (Bild: Keystone)

Der Sarg wurde von Abbados Wohnung auf der Piazza Santo Stefano zur Basilika getragen. (Bild: Keystone)

Der Sarg wurde von Abbados Wohnung auf der Piazza Santo Stefano zur Basilika getragen. (Bild: Keystone)

Hinter dem Sarg ging Italiens Präsident Giorgio Napolitano, der zuvor der Familie Abbados kondoliert hatte. Die Trauerzeremonie wird im engsten Kreis der Familie erfolgen.

Jede volle Stunde bis 21 Uhr spielten Musiker, mit denen Abbado zusammenarbeitet hatte, ein Musikstück, um dem Maestro ihre letzte Ehre zu erweisen.

Bis Mittwoch Mitternacht können Fans, Freunde und Musiker zu Abbados Sarg pilgern. Die Trauerzeremonie wird im engsten Kreis der Familie erfolgen. In der Kapelle wurden kaum Blumen niedergelegt, weil die Familie um Spenden für gute Zwecke gebeten hatte.

Zu den Trauernden zählten Scala-Intendant Stephane Lissner, Italiens Kulturminister Massimo Bray, der italienische Stararchitekt Renzo Piano und der Ex-EU-Kommissionspräsident Romano Prodi, der wie Abbado in Bologna lebt. Tausende Menschen erweisen dem Maestro die letzte Ehre.

Die Stadt Mailand hat den (heutigen) Mittwoch zum Trauertag erklärt. Die Fahnen in allen öffentlichen Institutionen wehen auf Halbmast. Dies teilte Bürgermeister Giuliano Pisapia mit.

Im Senat wurde ein Blumenstrauss auf Abbados Sitz gelegt. Am 30. August war der Dirigent von Napolitano wegen seiner Verdienste im Kulturbereich zum Senator auf Lebenszeit ernannt worden.

sda/rem

Abbado im TV und Radio

Am Donnerstag um 20 Uhr wird Claudio Abbados Konzert vom 23. August 2013 am Lucerne Festival auf Radio SRF 2 ausgestrahlt. Am Sonntag bietet SRF 1 zwei TV-Sendungen: um 11.55 Uhr eine Würdigungsrunde, um 23.25 Uhr mit Mozarts «Requiem» das Eröffnungskonzert des Lucerne Festival 2012.

Claudio Abbado 1982 an den Internationalen Musikfestwochen - heute Lucerne Festival - in Luzern. (Bild: Archiv / Neue LZ)
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2005 erhält Claudio Abbado die Ehrenbürgerschaft der Stadt Luzern. Stadtpräsident Urs W. Studer, rechts, gratuliert dem Dirigenten. (Bild: Archiv Neue LZ)
Claudio Abbado dirigiert das Lucerne Festival Orchestra mit der Pianistin Hélène Grimaud. (Bild: pd)
Ein Star auch für die Massen. Zuschauer beim Inseli an der Openair-Übertragung des Sinfoniekonzerts mit Claudio Abbado und dem Lucerne Festival Orchestra. (Bild: Archiv / Neue LZ)
Zwei Stars im KKL bei der Generalprobe des Eröffnungskonzert des Lucerne Festival 2006. Dirigent Claudio Abbado und die Solistin Cecilia Bartoli. (Bild: Archiv / Neue LZ)
Claudio Abbado 2006 mit dem Deutschen Bariton Thomas Quasthoff. (Bild: Archiv Neue LZ)
Claudio Abbado dirigiert das Eröffnungskonzert des Lucerne Festivals 2009 im KKL. (Bild: Roger Zbinden / Neue LZ)
Der Maestro und der Gastgeber: Italiens Stardirigent Claudio Abbado, links, mit dem Intendanten des Lucerne Festivals Michael Häfliger. (Bild: Archiv / Neue LZ)
Claudio Abbado und Schweizer Schauspieler Bruno Ganz (Bild: pd)
Der französische Komponist Pierre Boulez und Claudio Abbado backstage nach einem Sinfoniekonzert im August 2012 im KKL Luzern. (Bild: pd)
Das Lucerne Festival Orchestra, das Claudio Abbado gegründet hat, spielt im vergangenen August unter Abbado im KKL Gustav Mahlers 3.Sinfonie. Im Bild der Schlussapplaus. (Bild: pd)

Claudio Abbado 1982 an den Internationalen Musikfestwochen - heute Lucerne Festival - in Luzern. (Bild: Archiv / Neue LZ)