USA

Bolton hofft auf Abwahl Trumps - "er sollte nicht Präsident sein"

Der Ex-Sicherheitsberater der USA, John Bolton, hofft auf eine Abwahl von US-Präsident Donald Trump im November. Trump solle als Präsident mit nur einer Amtszeit in die Geschichte eingehen, der das Land in eine Abwärtsspirale gestürzt hat.

Drucken
Teilen
Der einstige Nationale Sicherheitsberater der USA, John Bolton, rechnet mit US-Präsident Donald Trump ab. (Archivbild)

Der einstige Nationale Sicherheitsberater der USA, John Bolton, rechnet mit US-Präsident Donald Trump ab. (Archivbild)

KEYSTONE/AP/PATRICK SEMANSKY

Dies sagte Bolton in einem am Sonntagabend (Ortszeit) ausgestrahlten Interview des Senders ABC. Die Schlussfolgerung aus seinem am kommenden Dienstag erscheinenden Buch sei deutlich: "Ich denke, er sollte nicht Präsident sein." Bolton sagte, er werde weder für Trump noch für dessen mutmasslichen Herausforderer Joe Biden stimmen.

ABC hatte bereits vor wenigen Tagen Auszüge des Interviews veröffentlicht. Darin hatte Bolton gesagt, Trump sei nicht für das Amt des Präsidenten geeignet. "Ich glaube nicht, dass er die Kompetenz hat, den Job zu machen." Der 71-Jährige hatte eineinhalb Jahre lang mit Trump zusammengearbeitet. Trump hatte seinen Nationalen Sicherheitsberater im vergangenen September geschasst.

Ein Bundesgericht in Washington hatte am Samstag den Antrag einer einstweiligen Verfügung abgelehnt, mit der die Trump-Regierung die Veröffentlichung des Buches wegen darin enthaltener Geheiminformationen in letzter Minute stoppen wollte. In der Begründung von Richter Royce Lamberth hiess es, es sei zu spät für einen Veröffentlichungsstopp. Das Buch enthält explosive Vorwürfe gegen Trump. Der Präsident hat angekündigt, Bolton werde "einen sehr hohen Preis" für die Veröffentlichung bezahlen.