BRAUCHTUM: Silvesterkläuse in Urnäsch sind unterwegs

Am Mittwoch waren sie wieder anzutreffen in der Umgebung des ausserrhodischen Urnäsch: Die Silvesterchläuse. Es ist nicht ihr erster Einsatz, denn bereits am 31. Dezember stapften die «Schöne» und die «Wüeschte» von Hof zu Hof.

Drucken
Teilen
Im Schneegestöber ist eine Gruppe von Urnäscher Silvesterkläusen unterwegs. (Bild: Keystone / Gian Ehrenzeller)

Im Schneegestöber ist eine Gruppe von Urnäscher Silvesterkläusen unterwegs. (Bild: Keystone / Gian Ehrenzeller)

Im Schneegestöber sind die Silvesterchläuse unterwegs. (Bild: Keystone / Gian Ehrenzeller)
11 Bilder
Mitglieder des Schönen Chlausschuppel (Die Schönen – im Gegensatz zu Wüsten Silvesterchläusen) "Öse Schuppel" kleiden sich in ihre Gewänder. (Bild: Keystone / Gian Ehrenzeller)
Ein Chlaus – so gilt der Grundsatz – hilft dem andern. (Bild: Keystone / Gian Ehrenzeller)
Gleich gilts ernst: Jetzt wird noch die Haube aufgesetzt. (Bild: Keystone / Gian Ehrenzeller)
«Hier stimmts noch nicht ganz» – Mario Hasler (links) hilft Ernst Alder beim Anziehen. (Bild: Keystone / Gian Ehrenzeller)
Voilà – Der Schöne Silvesterchlaus ist bereit. (Bild: Keystone / Gian Ehrenzeller)
Mitglieder eines "Wueschten" Chlausschuppels sind so wüst auch wieder nicht. (Bild: Keystone / Gian Ehrenzeller)
Die Silvesterchläuse sind in Waldstatt unterwegs. (Bild: Keystone / Gian Ehrenzeller)
Der Schuppel (Gruppe) zieht von Hof zu Hof. Sie jodeln ihre mehrstimmigen Zäuerli und wünschen ein gutes Neues Jahr. (Bild: Keystone / Gian Ehrenzeller)
«Oese Schuppel» zäuerlen bei einem Bauern in Waldstatt. Traditionell werden die Chläuse mit Weiss- oder Glühwein belohnt. (Bild: Keystone / Gian Ehrenzeller)
Die Silvesterchläuse stapfen durch die Landschaft. Und das den ganzen Tag lang. (Bild: Keystone / Gian Ehrenzeller)

Im Schneegestöber sind die Silvesterchläuse unterwegs. (Bild: Keystone / Gian Ehrenzeller)

Was machen die Silvesterchläuse von Urnäsch eigentlich am 13. Januar? Für sie ist gemäss dem Julianischen Kalender Jahreswechsel. Als Papst Gregor XIII. Ende des 16. Jahrhunderts seine Kalenderreform einführte, wollten verschiedene reformierte Kantone nichts von dieser päpstlichen Neuerung wissen und hielten bis ins 18. Jahrhundert am alten Kalender fest, der schliesslich eine Differenz von 13 Tagen gegenüber dem neuen aufwies.

Allerdings ist in Appenzell Ausserrhoden nicht etwa die Zeit stehen geblieben: Auch am regulären Silvester waren die Chläuse unterwegs von Hof zu Hof, um den Bewohnern ein gutes Neues Jahr zu wünschen.

cv