Osteuropa

Madonna weist auf schwierige Situation der Roma in Osteuropa hin

US-Popstar Madonna hat in Rumänien eine Diskussion über die Diskriminierung von Roma ausgelöst. Als sie bei ihrem Konzert in Bukarest auf die schwierige Situation dieser Volksgruppe in Osteuropa hinwies, wurden sie von Teilen des Publikums ausgebuht.

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Madonna tritt in Bukarest auf

Madonna tritt in Bukarest auf

Keystone

Einen "unangenehmen Zwischenfall" nannte dies Rumäniens Staatspräsident Traian Basescu nach einem Bericht der Nachrichtenagentur Mediafax.

Basescu betonte, in Rumänien gebe es keine "Politik zur Diskriminierung der Roma", wenngleich es vereinzelt zu derartigen Fällen komme. Madonnas Äusserung sei "vermutlich aus Unkenntnis" gefallen, sagte der Staatschef weiter.

Die Sängerin hatte bei ihrem Konzert am Mittwoch in Bukarest gesagt: "Es gibt viele Fälle von Diskriminierung der Roma in Osteuropa, und dies macht mich sehr traurig, vor allem weil wir an Toleranz glauben - Roma, Homosexuelle, Menschen die anders sind - alle müssen gleich behandelt werden, vergesst dies nicht."

Von den 60'000 Zuschauern habe ein Teil deutlich hörbar gebuht, ein anderer Teil habe Beifall geklatscht. Die Sängerin wollte am Samstagabend in Bulgariens Hauptstadt Sofia auftreten.