Schweizermeisterschaften

Poetry Slammer feiern sich selbst – Baslerin Gina Walter wird U20-Meisterin

Die Poetry Slam-Schweizer Meisterschaft 2017 ist gestartet. Am Donnerstagabend fand in der Kulturfabrik Kofmehl in Solothurn die U20-Meisterschaft statt. Gewonnen hat Gina Walter aus Basel.

Fränzi Zwahlen-Saner
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Wer hat die besten Poetry Slam-Texte in diesem Jahr? Der kann sich für ein Jahr Schweizer Meister im Poetry Slam nennen. Und zwar gibt es die Kategorien Einzel Ü20, Team und U20. Am Donnerstagabend startete im Kofmehl in Solothurn die Auftaktveranstaltung zu dieser mehrtägigen Ausmarchung, die an diesem Wochenende in Solothurn und in Olten stattfindet. Es gibt diese Schweizer Meisterschaft der Poetinnen und Poeten sei 2010; im vergangenen Jahr fand sie in St. Gallen statt.

Valerio Moser und Lisa Christ führten das Publikum in der gut besetzten Kofmehl-Halle durch den Abend. Zunächst waren – als Gala-Programm deklariert – die Besten in den jeweiligen Kategorie des vergangenen Jahres zu hören. Das sind das «Helvetisches Dreieck» Dominik Muheim und Sven Hirsbrunner; der Schweizer Meister Ü20 Remo Zumstein und der Schweizer Meister U20 Joel Perrin. Sie bewiesen mit Meisterstücken aus ihren Federn die Hohe Schule des Poetry Slam.

Valerio Moser und Lisa Christ moderierten den Auftakt zu den Schweizer Meisterschaften im Poetry Slam

Valerio Moser und Lisa Christ moderierten den Auftakt zu den Schweizer Meisterschaften im Poetry Slam

Hansjörg Sahli

Das «Helvetische Dreieck» überzeugte mit einer Doppelperformance zum Thema «bester Freund» und ihrem schauspielerischen Talent; Joel Perrin brachte eine fast märchenhafte und mystisch angehauchte Erzählung «Der alte Mann und das Meer» und Remo Zumstein zeigte seine volle Meisterschaft mit ein paar Kurz-Slams, die an Wortspielerei und Fantasie nichts zu wünschen übrig liessen. Die Musik kam am Gala-Abend vom Aargauer Songwriter Mike Mellow.

Die U20-Ausmarchung

Höhepunkt dieses ersten Poetry Slam-Abends war aber die Ausmarchung des U20-Schweizer-Meisters 2017. Dazu erklärten die Moderatoren Moser und Christ dem Publikum zunächst einmal die Spielregeln, wie denn ein solcher Wettbewerb vonstatten gehen soll. «Es gibt drei Regeln: Die Texte der Auftretenden müssen selbst geschrieben worden sein. Es dürfen keine Requisiten verwendet werden. Es gibt eine Zeitlimite für jeden Poeten von 6 Minuten.» Auch das Publikum hat Regeln zu befolgen, denn es amtet schliesslich als Jury und kürt so den jeweiligen Schweizer Meister. Moser erklärte: «An sieben Leute aus dem Publikum werden Notenblätter verteilt. Damit kann für jede Performance eine Note zwischen 1 und 10 vergeben werden. Die schlechteste und die beste Note werden gestrichen und das Notenmittel errechnet.

Für diese U20-Ausmarchung waren sechs Poetinnen und Poeten zu bewerten, die in zwei Dreier-Gruppen zunächst mal gegeneinander antraten. Von diesen zwei Gruppen mussten die beiden Besten nochmals in ein Stechen und an Schluss kommt es zum Final zwischen den beiden Siegern. Diese Besten bestimmt dann das gesamte Publikum mittels Applaus-Intensität. Die sechs U20-Teilnehmer waren: Martin Breu, Mia Ackermann, Adriana Alvares, Gina Walter, Hannes Schraner und Jonas Balmer. Es kam zum Final der beiden Poetinnen Gina Walter und Mia Ackermann, und Siegerin wurde Gina Walter.

Poetry Slam Schweizermeisterschaften, Kategorie U20 im Kofmehl Jonas Balmer
7 Bilder
Martin Breu
Adriana Alvarez Pouso
Das Publikum vergibt Noten
Hannes Schraner
Stand im Final: Mia Ackermann
Die Siegerin: Gina Walter

Poetry Slam Schweizermeisterschaften, Kategorie U20 im Kofmehl Jonas Balmer

Hansjörg Sahli

Am Freitag geht die Poetry Slam Schweizer Meisterschaft mit der Team-Ausmarchung und den Vorrunden der Einzel-Meisterschaften in Olten weiter.