Sammlung
Zukunft und Gegenwart treffen im Schaulager aufeinander

Die Kunst der Gegenwart der Öffentlichkeit zugänglich zu machen und die Menschen in den Kunstdiskurs einzubeziehen, das war von Anfang an ein zentraler Grundsatz der Emanuel Hoffmann-Stiftung. Im Schaulager zeigt sie die Ausstellung «Future Present».

Christian Fluri
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Das Tor zur Ausstellung «Future Present»: Andy Warhols Serie «Maja» (Maja Sacher-Stehlin) von 1980, Siebdruck auf Acryl auf grundierter Leinwand 101,5 × 101,5 cm, Emanuel Hoffmann-Stiftung, Depositum in der Öffentlichen Kunstsammlung Basel. © The Andy Warhol Foundation for the Visual Arts, Inc. / 2015, ProLitteris, Zurich, Foto: Martin P. Bühler, Kunstmuseum Basel

Das Tor zur Ausstellung «Future Present»: Andy Warhols Serie «Maja» (Maja Sacher-Stehlin) von 1980, Siebdruck auf Acryl auf grundierter Leinwand 101,5 × 101,5 cm, Emanuel Hoffmann-Stiftung, Depositum in der Öffentlichen Kunstsammlung Basel. © The Andy Warhol Foundation for the Visual Arts, Inc. / 2015, ProLitteris, Zurich, Foto: Martin P. Bühler, Kunstmuseum Basel

Sie ist einzigartig, die Emanuel Hoffmann-Stiftung, die heute in dritter Generation von Maja Oeri präsidiert wird. Die Stiftung sammelt Gegenwartskunst im Hinblick auf die Zukunft. Das schrieb die Gründerin Maja Sacher bereits 1933 in die Statuten. Der Grundsatz gilt noch heute. Er wird von Maja Oeri mit viel Kunstwissen weiterverfolgt und weiterentwickelt.

Mit ihrer aktiven Sammlertätigkeit wirkt die Stiftung in prägender Form am internationalen Diskurs der Kunst von morgen mit. Und dieses Denken von der Gegenwart aus in die Zukunft gibt auch der Ausstellung der Sammlung der Emanuel-Hoffmann-Stiftung, die morgen im Schaulager in Münchenstein Vernissage feiert, den richtigen Titel: «Future Present».

Einzigartig ist die Stiftung auch deshalb, weil sie viel mehr als eine private Institution ist. Sie ist eng mit dem Kunstmuseum verbunden. Dort sind wichtige Teile der Sammlung der Öffentlichkeit zugänglich. Die Kunst der Gegenwart der Öffentlichkeit in Basel und darüber hinaus einem internationalen Publikum zugänglich zu machen, die Menschen in die Kunstbetrachtung, ja in den Kunstdiskurs einzubeziehen, das war von Anfang an ein zentraler Grundsatz der Stiftung und ihrer Sammlung.

Die Emanuel Hoffmann-Stiftung und das Schaulager mit seiner Trägerschaft, der von Maja Oeri gegründeten Laurenz-Stiftung, nehmen öffentliche Aufgaben wahr. Die Werke der Sammlung sind jederzeit der Forschung zugänglich. Es besteht eine enge Kooperation mit dem Kunsthistorischen Seminar der Universität Basel. Und die Konservierung und Restaurierung der im Schaulager beherbergten Werke der Sammlung werden ebenso an diesem Ort geleistet.

Die auf die Zukunft ausgerichtete Sammlungstätigkeit der Emanuel Hoffmann-Stiftung und ihre Geschichte, sowie die für die Kunst und ihre Zukunft in und über Basel hinaus wichtigen Tätigkeiten des Schaulagers, sind Themen unseres Schwerpunkts zur kommenden Ausstellung «Future Present», die erstmals die Sammlung integral und im Überblick zeigt. Dazu porträtieren wir die Präsidentin der Emanuel Hoffmann-Stiftung und Initiantin des Schaulagers, Maja Oeri, die für das Kultur- und Kunstleben – nicht nur in Basel – so Zentrales leistet.

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