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Buchtipps für Kinder: Keine Menschenseele am Bahnhof von Norrköping

Ein Buch für Kinder von sieben bis neun, die schon gerne selber lesen - eines für Erstleser. Beide überzeugen mit liebenswerten Abenteuern abseits von Ponyhof und Ritterburg.
Bettina Kugler
Dunne ist Schwedens derzeit glücklichste Kinderbuchheldin. (Bild: PD)

Dunne ist Schwedens derzeit glücklichste Kinderbuchheldin. (Bild: PD)

Auf eine solche Idee kann nur Dunne kommen, Schwedens derzeit glücklichste Kinderbuch­heldin. Sie setzt sich in den Kopf, selbst «schönstes Geschenk» für ihre Freundin zu sein, und wagt dafür ein grosses Abenteuer. Im unterdessen sechsten Band der Reihe hat die Siebenjährige mit dem besonderen Talent, auch schwierigen Lebenslagen Schönes abzuringen, einen kleinen Verehrer in ihrer Klasse. Doch nach wie vor vermisst sie Ella Frida, die nach Norrköping gezogen ist. Und so beschliesst sie, in den Winterferien dorthin zu fahren, ganz allein.

Dass dabei etwas schiefgeht, ist nicht ihre Schuld, macht die Geschichte aber ziemlich spannend, zum Leseabenteuer für glückliche Sieben- bis Neunjährige, «die schon gern selber lesen» (so die nicht in Zahlen gefasste Altersempfehlung des Verlags). Einmal mehr liest Rose Lagercrantz auf liebenswerte Art Dunnes Gedanken, Eva Eriksson trifft jede Gefühlsnuance und Stimmung mit sparsamem Strich.

Rose Lagercrantz, Eva Eriksson: Glücklich ist, wer Dunne kriegt.
Ab 7, Moritz, 192 S., Fr. 20.–

Ein kleiner Roman für Leseanfänger

Die Geschichte der ungleichen Zwillinge führt in eine bislang unbekannte Welt: die Schrebergartenkolonie - und in ein Leben voller Selbstbewusstsein. (Bild: PD)

Die Geschichte der ungleichen Zwillinge führt in eine bislang unbekannte Welt: die Schrebergartenkolonie - und in ein Leben voller Selbstbewusstsein. (Bild: PD)

«Kleiner Roman» nennt der Tulipan-Verlag seine Reihe für Leseanfänger, die über das Entziffern hinaus sind – und eine gut erzählte Geschichte erwarten. Ein Balanceakt für den Autor! Nikola Huppertz legt die Latte lieber ein bisschen zu hoch; das beginnt schon beim Titel. «Adopteur» ist ein Wort, über das Erstleser mit Sicherheit stolpern, und nicht jeder Siebenjährige wird wissen, was «adoptieren» heisst. Natürlich erschliesst sich der Sinn bald, und die Geschichte der ungleichen Zwillinge Valentin und Nikita hat Charme, nicht zuletzt, weil der «Adopteur» Herr Zareba den Buben die Tür in eine bislang unbekannte Welt öffnet.

Diese liegt nicht weit entfernt, in der Schrebergartenkolonie des Wohnquartiers. Dort wohnt Herr Zareba illegal in einer Laube als arbeitsloser Selbstversorger. Für Valentin, der sich von seinem klugen, scheinbar überlegenen Bruder emanzipieren will, ist Zareba, sein «Adopteur», ein Glücksfall. Ohne viel Tamtam, mit rauer Herzlichkeit, gibt er ihm Starthilfe in Sachen Selbstbewusstsein und Selbständigkeit. Dem lesenden Zweitklässler ebenfalls, jenseits von Ponyhof und Ritterburg.

Nikola Huppertz, Iris Wolfermann: Ich und Nikita und der Adopteur.
Ab 7. Tulipan, 56 S., Fr. 16.–

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