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BUCHTIPPS: Vom grossen Polt zu Monsieur Pick

Bild: PD

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Polt von «Abfent» bis «Zwetschgenmanderl»

Üblicherweise schaut er den Leuten aufs Maul und strickt aus der Essenz des normalen Irrsinns grandiose Sketches. Jetzt hat jemand (Claudia Pichler) bei Gerhard Polt und seinen Nummern ganz genau zugehört und aus dem wundersamen Wortschatz des bayerischen Kabarettisten ein kleines Konversationslexikon gemacht (das prompt auf Platz 1 der Schweizer Sachbüchercharts landet).

Aber was heisst schon klein? Das Buch nennt sich denn auch «Der grosse Polt» und gibt abgrundtiefe Einblicke in die Begriffswelt des grossen Sprachakrobatikers. Versammelt sind einerseits geläufige Worte wie «Gemütlichkeit», «Osterhasi» oder «Schnitzel», die einem aber, von Polt erklärt, neue Dimensionen erschliessen. Andererseits kommen auch reihenweise Polt’sche Wortneuschöpfungen wie «cappuccinieren», «Hämorrhoidenbritsche» oder «Verdideldummung» zu einem gebührenden Lexikoneintrag. Polt hat mitgewirkt am Buch, es sollte also alles seine Richtigkeit haben an diesem Werk, das laut Klappentext sogar die Welt zu erklären vermag. Da aber die Welt nie genug erklärt werden kann, liesse man sich auch einen Folgeband mit mehr von «Mpf» und «Duzi Duzi» gerne gefallen. (hag)

Claudia Pichler (Hrsg.)/Gerhard Polt: Der grosse Polt.Verlag Kein & Aber, 170 Seiten, ca. Fr. 15.–.

Pizzabäcker soll Bestseller verfasst haben

Ein charmanter Gedanke: Ein bretonischer Pizzabäcker, der 40 Jahre lang nicht einmal das Tagesgericht an die Tafel schreiben mag, verfasst heimlich einen sinnlichen Liebesroman. Entdeckt wird das poetische Meisterwerk erst nach seinem Tod, in einer Bibliothek für abgelehnte Bücher in der Küstengemeinde Crozon.

Dort spürt es eine junge Lektorin mit grandiosem Riecher für vielversprechende Werke auf. So weit die Handlung im neuen Roman des französischen Bestsellerautors David Foenkinos, der mit Ironie und Überraschungen aufwartet.

Die Entdeckung löst einen Riesenrummel aus, das Buch wird zum Knüller. Foenkinos macht sich dabei auch lustig über die Journalisten, von denen einer den Pizza-Autor mit Schriftstellern wie J. D. Salinger vergleicht. In Crozon gelangt derweil Autorenwitwe Madeleine Pick zu Prominenz, ein TV-Team steht in ihrem Wohnzimmer. Sie staunt. Ihr ungeschliffener Henri – doch ein empfindsamer Schriftsteller? «Ausser dem Fernsehprogramm hat er nie etwas gelesen.» Doch mit dem Lesen des Buches schwelgt Madeleine in verschütteten Erinnerungen ihrer ersten Liebe, vielleicht hat sie ihren schweigsamen Gatten ja doch verkannt. Das lange unentdeckte Werk hat ungeahnte Auswirkungen auch auf viele andere Protagonisten. Dann der Schock: Das Buch stammt doch nicht aus der Feder des unterschätzten Genies. Verschwörungstheoretiker treten auf den Plan. Am Ende verrät Foenkinos sogar, wer der wahre Autor ist. (dpa)

David Foenkinos: Das geheime Leben des Monsieur Pick.Deutsche Verlags-Anstalt, 336 Seiten, ca. Fr. 29.–.

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