Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Büchertipps Biografie: David Bowies schonungslose Interviews

David Bowie erzählt in elf Interviews über seine Schüchternheit und seine Kokainsucht und wie er sich in den frühen 1970er Jahren als Bühnen-Zombie fühlte.
Hansruedi Kugler
David Bowie: «Stardust Interviews. Ein Leben in Gesprächen». Verlag Kampa, 184 S., Fr. 30.– (Bild: PD)

David Bowie: «Stardust Interviews. Ein Leben in Gesprächen». Verlag Kampa, 184 S., Fr. 30.– (Bild: PD)

«Mein Gott, wie kann man mit so einem Aussehen überleben?!» Die Selbstironie in David Bowies Ausruf über seine frühen Bühnenfiguren wie Ziggy Stardust ist charakteristisch für den Gentleman unter den Megastars des Pop. In den elf Interviews dieses Bandes, die zwischen 1974 und 2002 entstanden sind, erzählt er schonungslos über seine Schüchternheit und seine Kokainsucht und wie er sich in den frühen 1970er Jahren als Bühnen-Zombie fühlte.

Interessant, wie er seinen Gegenwartsbezug im Aufspüren des Zeitgeistes benennt: Science-Fiction, Elektro in Berlin, Dance in New York. Das Hauptmotiv seiner Arbeit seien Ängste, sagt er. Gelegentlich sind die Interviews etwas kumpelhaft, aber Bowie verrät viel über seine Liebe zu Dada und zum Expressionismus:

«Kunst war für mich immer eine verlässliche Nahrung»

Bowie sagt, er male, um seine kreativen Blockaden beim Komponieren zu durchbrechen. Durch die Interviews versteht man das Einzigartige dieses innovativen Künstlers, der sich immer wieder neu erfunden hat.

Sehnsuchts-Briefe einer Jahrhundertlyrikerin

Ingeborg Bachmann/Hans Magnus Enzensberger «Schreib alles was wahr ist auf. Briefe». Verlag Suhrkamp, 479 S., Fr. 55.– (Bild:PD)

Ingeborg Bachmann/Hans Magnus Enzensberger «Schreib alles was wahr ist auf. Briefe». Verlag Suhrkamp, 479 S., Fr. 55.– (Bild:PD)

Zwischen 1957 und 1972 schrieben sie sich Dutzende, sehr gefühlvolle Sehnsuchts-Briefe: Die am Leben und an der Liebe zu Max Frisch verzweifelte Jahrhundertlyrikerin Ingeborg Bachmann und der literarische Freigeist und Alleskönner Hans Magnus Enzensberger. Diskret im Ton und rückhaltlos Selbstzweifel und Liebe offenbarend sind ihre Briefe – sie sind ein bewegendes Dokument freundschaftlicher Nähe.

Nach einer Begegnung bei der literarischen Gruppe 47 nahm Enzensberger werbend einen Briefwechsel auf. Eine Liebesgeschichte werden sie nicht haben, obwohl sie sich oft besuchen – in Rom, Frankfurt, Berlin, Zürich. Aufmunterung zum Weiterschreiben ist da gepaart mit der Sorge um das Wohl des anderen. Ingeborg Bachmann, die Hypersensible, schreibt schonungslos über ihre Panikanfälle im Leben. Nur Liebe könne ihr Sicherheit geben. Ein Trugschluss. Das ausführliche Nachwort erschliesst die zeitgeschichtlichen, literarischen und Beziehungsfragen vorbildlich.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.