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Cézanne-Gemälde bleibt in Bern

Die Familie des Kunstmalers Paul Cézanne einigt sich mit dem Kunstmuseum Bern. Eines seiner wertvollsten Gemälde bleibt im Besitz des Museums.
Philippe Cézanne informiert über das Gemälde seines Grossvaters Paul Cézanne im Kunstmuseum Bern. (Bild: Lukas Lehmann/KEY)

Philippe Cézanne informiert über das Gemälde seines Grossvaters Paul Cézanne im Kunstmuseum Bern. (Bild: Lukas Lehmann/KEY)

«La Montagne Sainte-Victoire» ist eines der bekanntesten Gemälde des französischen Malers Paul Cézanne. Seine Nachkommen erkennen nun das Berner Haus als rechtmässige Eigentümerin an. Im Gegenzug räumt das Museum der Familie das Recht ein, das Gemälde regelmässig im Musée Granet in Aix-en-Provence – Cézannes Heimatstadt – zu zeigen. Geld sei keines geflossen, versicherten beide Parteien an einer Medienkonferenz in Bern.

Der Künstler hat das Werk, das zum Post-Impressionismus gehört, im Jahr 1897 gemalt. Zu Diskussionen war es gekommen, weil das Gemälde eine Provenienzlücke aufweist: Wie das Werk, das bis 1940 der Familie Cézanne gehörte, in den Besitz des Nazi-Kunsthändlers Hildebrand Gurlitt gelangte, ist nicht restlos geklärt.

Allerdings kamen die Provenienzforscher in Berlin zum Schluss, dass es sich definitiv nicht um Raubkunst handle.

Das Gemälde wurde vor einigen Jahren im Salzburger Haus von Hildebrand Gurlitts Sohn Cornelius entdeckt. Dieser vermachte seine umfangreiche Sammlung dem Kunstmuseum Bern, bevor er 2014 verstarb. Das Haus hätte das Originalgemälde letztes Jahr gerne in seiner Gurlitt-Ausstellung gezeigt, was wegen der Diskussionen mit der Familie Cézanne aber zunächst nicht möglich war. Stattdessen hing eine Kopie des Werks an der Wand. Nach der Einigung ist alles anders. Seit gestern ist nun das Original von «La Montagne Sainte-Victoire» im Rahmen der Ausstellung «Bestandsaufnahme Gurlitt. Teil 2» zu sehen.

«Meisterwerk unseres Grossvaters»

Philippe Cézanne begrüsste die Einigung, sie stehe «im Geiste der schweizerisch-französischen Freundschaft». Die Museen in Bern und Aix-en-Provence «können nun ein Meisterwerk unseres Grossvaters zeigen – zum Vergnügen eines hoffentlich zahlreichen Publikums».

Das Gemälde gehört zur berühmten Gruppe der Bilder der Montagne Sainte-Victoire. Über 40 Gemälde sowie 40 Aquarelle schuf Paul Cézanne zu diesem Motiv. Das nun in Bern zu sehende Bild hat laut Experten einen Wert von mindestens 30 Millionen Franken. (sda)

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