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CHAM: Gedenkschrift und Kirchenführer zugleich

Zu einem Jubiläum gehört eine Festschrift. Diejenige für das 100-Jährige der reformierten Kirche Cham ist mehr.
Reformierte Kirche Cham vor 100 Jahren: Feierlich werden die Glocken zum Stuhl hochgezogen. (Bild: PD)

Reformierte Kirche Cham vor 100 Jahren: Feierlich werden die Glocken zum Stuhl hochgezogen. (Bild: PD)

Das grosse Fest ist vorbei – und hallt nach. Zwei Tage lang herrschte am ersten Septemberwochenende Feststimmung in der reformierten Kirchgemeinde Cham: Das Kirchengebäude ist dieses Jahr 100 Jahre alt – genauer gesagt, am 21. November. An diesem Datum des Jahres 1915 wurde das Gotteshaus eingeweiht. Viele Besucher, davon zahlreiche Familien, kamen zum Fest vor zwei Wochen. Sogar der Glockenstuhl der Kirche war für die Öffentlichkeit zugänglich.

Von besonderer Nachhaltigkeit ist die aufwendig erarbeitete Festschrift. Mit ihr liegt erstmals eine Dokumentation vor, welche die Geschichte der Kirche und die Entwicklung der reformierten Kirchgemeinde Cham detailliert wiedergibt. Nach Sichtung zahlreicher Texte und Manuskripte – viele davon in seiner Privatsammlung – rekonstruierte der passionierte Hobbyhistoriker Jürg Johner die Geschichte der reformierten Kirchgemeinde Cham ausführlich. Man erfährt, warum die Chamer so lange war­ten mussten, bis sie ihre eigene Kirche bekamen, obwohl sich Menschen reformierten Glaubens bereits ab 1635 in Cham niederlassen und gewerblich tätig sein durften. Die Zuger schienen damals weit toleranter zu sein als andere katholische Regionen der Schweiz. Mit der zunehmenden Industrialisierung Chams wuchs auch die Anzahl Reformierter. Doch hatten sie kaum eine andere Wahl, als ihre Gottesdienste in den Kirchen von Knonau oder Ma­schwan­den zu besuchen. Als endlich ein eigener Kirchenbau absehbar geworden war, stellte sich als nächstes Problem die Frage nach dem Baugrund. Endlich – im Jahre 1912 – war auch diese Hürde genommen, und die Kirche konnte errichtet werden.

Besonderheiten einer Kirche

Die Festschrift fasst nicht nur die Geschichte der Chamer Reformierten und ihrer Kirche so ausführlich auf, sondern beschreibt auch das Gebäude aus architektur- und kunsthistorischer Sicht. Die Kirche birgt mehr Besonderheiten, als man denken würde. Welche das sind, erfährt man in der Festschrift, die gleichsam zu einem Kirchenführer wird.

Die Festschrift zum 100-Jahr-Jubiläum der reformierten Kirche Cham kann bei Sigrist Stefan Gubler bezogen werden (stefan.gubler@ref-zug.ch).

Andreas Faessler

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