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CHANSON: Très mélodieux

Seit zehn Jahren sind die Französin Sophie Burande und der Schweizer Léonard Gogniat ein Paar. Privat und musikalisch mit ihrer Franco-Pop-Band Carrousel.
Michael Gasser
So entstand die Band Carrousel: Schweizer Akkordeonspieler verliebt sich auf einer Terrasse in einer Stadt in Südfrankreich in eine französische Akkordeonspielerin. (Bild: Lea Meienberg)

So entstand die Band Carrousel: Schweizer Akkordeonspieler verliebt sich auf einer Terrasse in einer Stadt in Südfrankreich in eine französische Akkordeonspielerin. (Bild: Lea Meienberg)

Michael Gasser

Die Geschichte von Carrousel klingt wie aus einem Drehbuch: 2007 traf Léonard Gogniat zufällig in Südfrankreich auf Sophie Burande, die auf einer Terrasse Akkordeon spielte. Léonard, der auch sein Akkordeon dabei hatte, setzte sich zu ihr. Dann machten sie zusammen Musik. Der Beginn von Carrousel und einer grossen Liebe. Seither spielt Sophie Akkordeon, Léonard Gitarre, manchmal kommen noch Melodica und Klavier dazu. Mal singen sie abwechselnd, mal im Duett. Ganz wichtig sind beiden ihre französischen Texte, die sie gemeinsam schreiben. Vor allem der Spass am Wortspiel ist den fröhlichen Songs anzuhören.

Léonard Gogniat und Sophie Burande, was sind denn die grössten Hürden, wenn man mit dem Partner auch beruflich zusammenarbeitet?

Burande: Für uns ist dies sowohl ein Privileg als auch von Vorteil. Was nicht heissen soll, dass wir stets ein Herz und eine Seele sind. Beruflich und privat liiert zu sein, schweisst uns aber je länger desto mehr zusammen.

Zu Beginn Ihrer Zusammenarbeit haben es Carrousel für sechs Monate in Paris versucht. Warum nur so kurz?

Burande: Damals war ich überzeugt davon, wir bleiben in Paris. Doch letztlich fühlte sich dort alles zu kompliziert an. Nach dem halben Jahr sehnte ich mich nach mehr Weite und Horizont. Also kehrten wir in die Schweiz zurück. Eine Entscheidung, die uns erstaunlich leichtgefallen ist.

Was sollte denn mit Ihrer neuen Produktion, «Filigrane», anders werden?

Gogniat: Dieses Mal fokussierte Sophie auf die Texte und ich konzentrierte mich auf die Musik. Es war eine Art Ping-Pong-Verfahren, das so lange andauerte, bis beide mit dem Ergebnis einverstanden waren. Ein Prozess, der nicht immer ganz einfach war. In den Fällen, wo wir uns nicht einigen konnten, haben wir das Lied zur Seite gelegt – zumindest bis auf Weiteres.

Keines der neuen Lieder erreicht vier Minuten. Bevorzugen Sie es lieber kurz?

Gogniat: Beim Komponieren denken wir nie an die Songlänge, sondern einzig und allein an die Essenz des Songs. Wenn in einem Lied alles gesagt ist, schliessen wir es ab. Das ist wie bei einer Mahlzeit: Man soll zu essen aufhören, bevor einem der Appetit vergangen ist.

Auf «Filigrane» verschmelzen Sie einmal mehr Folk, Chanson und Pop.

Gogniat: Stimmt. Und dennoch hat sich unser Sound weiterentwickelt. Hin zum Pop und etwas weg vom Chanson. Nun hat es sogar Platz für ein paar Synthesizer. Wir klingen moderner, aber immer noch nach Carrousel.

«Papier buvard», das sich in der Mitte des Albums befindet, zeigt sich zutiefst melancholisch.

Burande: Das ist einer unserer Songs, den ich ganz besonders mag. Er kommt in der Mitte des Albums und bewusst nicht früher, denn er soll die Farbe von «Filigrane» nicht bestimmen, sondern eher einen Kontrapunkt setzen. Mehrheitlich neigen unsere Stücke zum Optimistischen.

Auf dem Albumcover scheinen Sie miteinander verschmolzen, schauen aber in unterschiedliche Richtungen. Mit welcher Idee?

Sophie Burande: Das Bild zeigt auf, dass wir zwei unterschiedliche Menschen mit unterschiedlichen Visionen sind, die sich sehr gut ergänzen. Aber um ehrlich zu sein, hat uns dieses Foto einfach am besten gefallen.

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