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Chorakademie Vorarlberg singt Dvořák

Die Chorakademie Vorarlberg musiziert zum zwölften Mal unter der Leitung von Markus Landerer, Domkapellmeister in Wien. Diesmal haben sie sich ein besonders ambitioniertes Projekt vorgenommen.
Bettina Kugler
Markus Landerer, Domkapellmeister in Wien. (Bild: PD)

Markus Landerer, Domkapellmeister in Wien. (Bild: PD)

Ein Vater trauert: mit einer Musik, die tiefen Schmerz, Trost und Jenseitshoffnung verbindet. Innerhalb kurzer Zeit verstarben dem Ehepaar Dvořák im Jahr 1875 alle drei Kinder; erst die neugeborene Tochter, wenig später ihre 11 Monate alte Schwester, schliesslich der dreijährige Sohn .Diese persönliche Leidenserfahrung macht Antonin Dvořáks «Stabat mater» zu einem immer aufs Neue erschütternden Hörerlebnis – und für Musiker, Chorsänger und Solisten zu einer besonderen Herausforderung. Es ist eines der grossen romantischen Chorwerke, an denen sich die Qualität des Ausdrucks misst.

Proben zwischen Wien und Feldkirch

Für die Chorakademie Vorarlberg, in der ambitionierte Laien, Musiklehrer und Chorleiter aus der Region, der Schweiz und Liechtenstein zusammenfinden, ist es seit ihrer Gründung 2008 das zwölfte Projekt unter der Leitung von Markus Landerer, Domkapellmeister in Wien, am Stephansdom. Mag Landerer dort mit rund 80 Aufführungen jährlich gut ausgelastet sein, so zieht es ihn doch immer wieder nach Feldkirch, wo er zuvor tätig war; mehrere Jahre leitete er zudem den Bregenzer Festspielchor.

«Die Chorakademie ist einfach ein sehr guter Chor», sagt er, «alle Mitglieder sind enorm motiviert, und über die Jahre ist zwischen uns eine starke Musiziergemeinschaft gewachsen». Dafür nimmt er den weiten Weg für Probenwochenenden auf sich und erarbeitet im Vorfeld eine genaue Vorstellung, die dann über Monate reifen kann. Die Chormitglieder nutzen die Zeit dazwischen fürs Eigenstudium.

Mittelalterlicher Text mit hoher Aktualität

Weil der Chor als Verein organisiert ist und die Projekte ohne Subventionen finanzieren muss, setzt Markus Landerer vorwiegend auf bekannte Werke; dabei reicht das Spektrum vom Barock bis zur Gegenwart. Zuletzt stand Bachs h-Moll-Messe auf dem Programm, fürs kommende Jahr hat er sich Beethovens «Missa solemnis» vorgenommen; die Besetzungsstärke des Chors richtet er am jeweiligen Werk aus. In den drei Aufführungen des «Stabat mater» in Feldkirch, Altstätten und Wien werden über hundert Sängerinnen und Sänger mitwirken, darunter Mitglieder des Wiener Domchors. «In der Erarbeitung haben wir gemerkt, wie dieses mittelalterliche Gedicht über die Schmerzen der Mutter Jesu bis in unsere Zeit eine hohe Aktualität besitzt», sagt Markus Landerer; «dies wollen wir unser Publikum erleben lassen.» (bk.)

23.3., 19.30 Uhr, Landeskonservatorium Feldkirch; 24.3., 18 Uhr, Katholische Kirche Altstätten.

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