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COMIC: Eine «Brücke» nach Emmenbrücke

Am Samstag beginnt das Internationale Comicfestival Fumetto. Dieses Mal werden die Sprechblasen nicht nur in Luzern wabern. Das Festival weitet seine Grenzen. Emmen ist neu ebenfalls Festivalstandort.
Julia Stephan
Spielen über alle Kontinentgrenzen hinweg. Wettbewerbsbeitrag von Sébastien Friedberg, 16 Jahre. (Bild: PD)

Spielen über alle Kontinentgrenzen hinweg. Wettbewerbsbeitrag von Sébastien Friedberg, 16 Jahre. (Bild: PD)

Julia Stephan

julia.stephan@luzernerzeitung.ch

«Uns trennen Welten ...» Das diesjährige Fumetto-Wettbewerbsthema hat Künstler aus 58 Ländern mobilisiert. In der 26-jährigen Geschichte des Wettbewerbs ein Rekord. So international war der traditionell in der Luzerner Kunsthalle ausgestellte Wettbewerb noch nie.

Man muss gar nicht, wie einer der Wettbewerbsteilnehmer, in Kuba leben, um sich zu einem Satz wie «Uns trennen Welten ...» zu äussern. Dieser Satz liegt wahrscheinlich auch dem einen oder anderen Luzerner oder Emmer auf der Zunge, wenn man ihn anspricht auf die direkte Nachbarschaft von pittoreskem Idyll und postindustriellem Charme.

Wo sich Comics und Industriecharme finden

Die Festivalleitung um Jana ­Jakoubek macht sich die grenzensprengende Dynamik des Comic zunutze, um erstmals in der Festivalgeschichte eine Brücke nach «Emmenbrücke» zu schlagen. Ein genialer Kniff, denn Industriecharme und Comic vertragen sich gut. Und der neue Standort der Kunsthochschule in der ­Viscosistadt ist als kreatives Ballungszentrum der visuellen Künste ein idealer Hafen, um anzu­docken.

Hier wird der griechische Künstler Ilan Manouach seinen «Shapereader» vorstellen, ein Comic für Sehbehinderte und Menschen, die Lust haben, mit den Fingerspitzen auf Materialien – etwa auf der zarten Oberfläche einer Schokolade – ­Gefühle und Handlungsstränge zu lesen.

Neben Stargast Julie Doucet im Ausstellungsraum Akku (wir berichteten gestern) ist auch die Nachwuchsplattform Fumetto-Schleuder mit der auf einem jurassischen Bauernhof zurückgezogen lebenden Westschweizer Künstlerin Anda in Emmen vertreten.

Auf traditionellem Terrain – etwa in der Lobby des Hotels Schweizerhof Luzern – darf man der belgischen Künstlerin Judith Vanistendael über die Schulter schauen. Ihr 2014 erschienenes Buch «Als David seine Stimme verlor» zeichnete unverhüllt und sensibel die Sterbebegleitung ihres an Kehlkopfkrebs erkrankten Stiefvaters nach.

Im Kunstmuseum austoben wird sich der französische Konzeptkünstler Bertrand Lavier. Seit Jahren arbeitet er sich an dem immer gleichen Walt-Disney-Comic, in der Mickey Mouse mit Minnie eine Ausstellung moderner Kunst besucht, deren Werke von den Comiczeichnern frei erfunden wurden. Lavier produziert die im Comic dargestellte, ironische Pseudokunst in Skulpturen und Gemälden und stellt sie in echten Kunsthäusern aus.

An der Rössligasse 12 hat sich das niederländische Kollektiv Lamelos eingerichtet sowie der in Altdorf lebende Zeichner Luca Schenardi, für den das Fumetto ein Heimspiel wird. Im Erfrischungsraum an der Rössligasse stellt er am Festivaleröffnungstag sein neues Werk «Meyer spricht von Gratiskaffee» vor. Schenardi nahm den fehlerhaft dargestellten Teletext zum Ausgangspunkt für eine Schlagzeilen-Blütenlese der besonderen Art. Unter seinen Fundstücken finden sich so zynische Schlagzeilen wie «Fähre in Indonesien gesunken. Kanton Aargau an Bord.» oder «14 Tote bei Anschlag sorgen privat nicht fürs Alter vor».

Tagespässe zu gewinnen

Angebot  Wir verlosen fünf Mal je einen Tagespass fürs Fumetto. Wählen Sie heute die Tel. 0901 83 30 23 (Fr. 1.50 pro Anruf), oder nehmen Sie teil unter www.luzernerzeitung.ch/wettbewerbe. Wer bei unserer Verlosung leer ausgeht, kann reguläre Tagespässe am Festivalzentrum in der Kornschütte, am Infostand in der Viscosi oder im Kunstmuseum Luzern beziehen. Gratis sind wie jedes Jahr die über das ganze Stadtgebiet verteilten 53 Satellitenausstellungen. Eine Übersicht sowie Infos über organisierte Rundgänge finden Sie auf der Festivalseite. (jst.)

Hinweis

Internationales Comicfestival Fumetto. 1. bis 9.4. Öffnungszeiten: 10 bis 20 Uhr. www.fumetto.ch

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