Das Ensemble Chamäleon spielt zweimal in der Gewürzmühle Zug

Das Ensemble Chamäleon hat schon die Sommerklänge Zug trotz Corona erfolgreich durchgeführt. Und es rettet mit einer besonderen Lösung auch sein aktuelles Konzert in der Halle des Atelier- und Kulturhauses Gewürzmühle.

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Spielt Klassiker-Raritäten: das Zuger Ensemble Chamäleon.

Spielt Klassiker-Raritäten: das Zuger Ensemble Chamäleon.

Bild: PD

(mat) Weil auch da maximal 50 Besucher pro Veranstaltung erlaubt sind, führen Madeleine Nussbaumer (Klavier), Tobias Steymans (Violine) und Luzius Gartmann (Violoncello) das Konzert zweimal auf, um 11 und 17 Uhr.

Auf den ersten Blick kommt das Programm mit Haydn, Beethoven und Schumann ganz klassisch und so gar nicht «chamäleonesk» daher. Und doch vermeiden die ausgewählten Werke ausgetretene Pfade.

Ein Beispiel für Haydns Humor ist ein zweisätziges Klaviertrio, dessen halsbrecherischen Passagen für die Violine den biblischen Jakobs-Turm von der Himmelsleiter illustrieren. Von Beethoven erklingt nicht das populäre «Geister-Trio», sondern das von Beethoven selber höher geschätzte in Es-Dur. Von Robert Schumann erklingt das späte, dritte Klaviertrio, das viel zu oft aus der Perspektive des bald darauf erfolgenden geistigen Zusammenbruchs des Komponisten bewertet und davon auch überschattet wurde.

Hinweis: Sonntag, 15.November, 11.00/17.00, Gewürzmühle Zug; VV: Tel.0767068284; info@ensemblechamaeleon.ch.