Das nächste Corona-Opfer: Kleintheater schliesst bis zum 21. Februar

Die Pandemie fordert in der Kultur ein weiteres zumindest temporäres Opfer: Das Kleintheater Luzern stellt seinen Betrieb vom 14. Dezember bis zum 21. Februar ein.

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Das Kleintheater in Luzern.

Das Kleintheater in Luzern.

Bild: Nadia Schärli (25. April 2020)

Den Entscheid zu diesem «Mini-Lockdown» fällten Stiftungsrat und Geschäftsleitung aufgrund der angespannten wirtschaftlichen Situation des Hauses. So heisst es in einer Medienmitteilung.

Mit einem dichten Spielplan und einem aufwendigen Schutzkonzept sei man in die neue Saison gestartet. Die Zuspitzung der pandemischen Lage sowie die seit dem 29. Oktober geltende Maximalgrenze von 50 Personen pro Vorstellung hätten aber zu einem enormen personellen Mehraufwand bei der Organisation des Spielbetriebs geführt, sodass dieser nicht mehr kostendeckend möglich sei.

Michel Gammenthaler (Bild) kann diese Woche noch auftreten, genau wie Christy Doran und Alex Porter. Danach ist im Kleintheater Schluss bis zum 21. Februar.

Michel Gammenthaler (Bild) kann diese Woche noch auftreten, genau wie Christy Doran und Alex Porter. Danach ist im Kleintheater Schluss bis zum 21. Februar.

Wiedereröffnung mit dem Unfrisiert-Festival

Das Kleintheater weist einen hohen Eigenfinanzierungsgrad von rund 65 Prozent auf, während die Subventionen gleichzeitig nur gerade die Hälfte der Fixkosten decken. Man habe beherzt versucht, das Theater gerade in diesen schwierigen Zeiten für Künstlerinnen und Künstler sowie das Publikum offen zu halten. Doch nun sehe man sich zu dieser «Ultima Ratio» gezwungen. Es gehe nun darum, die Institution für die Zukunft zu sichern.

Die Vorstellungen von dieser Woche finden noch statt. Bereits gekaufte Tickets für die abgesagten Vorstellungen werden rückerstattet. Die Wiedereröffnung ist am 22. Februar mit dem Unfrisiert-Festival. Der Vorverkauf dazu startet am nächsten Mittwoch. (are)

Alle weiteren Infos: www.kleintheater.ch