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Franz Arnold und sein Wiudä Bärg werden deutlich rockiger

Franz Arnold meldet sich mit seinem Wiudä Bärg wieder zurück. Ab nächster Woche gibt es neue Musik des Nidwaldners zu hören. Er setzt auf Ehrlichkeit.
Beat Christen
Franz Arnold (Vierter von links) und sein Wiudä Bärg nehmen wieder Anlauf auf die Charts. (Bild: Simon Hallström)

Franz Arnold (Vierter von links) und sein Wiudä Bärg nehmen wieder Anlauf auf die Charts. (Bild: Simon Hallström)

Für die Fans von Franz Arnolds Wiudä Bärg ist die neue CD so etwas wie ein um vier Wochen verspätetes Weihnachtsgeschenk. Doch das Warten hat sich definitiv gelohnt. Ab nächster Woche kann man die 14 Lieder auf dem neuen Tonträger mit dem zu Franz Arnold passenden Titel «Rebäll» hören. Der Nidwaldner ist zwar seit seiner letzten CD-Veröffentlichung – damals landete er sogar auf Platz 1 der Schweizer Album-Hitparade – vier Jahre älter geworden, das Rebellische in ihm habe er nicht abgelegt, versichert er. Und das ist auch gut so. Franz Arnold hat in den letzten vier Jahren viel erlebt, was sich im neuen Songmaterial widerspiegelt.

Seine bislang für ihn persönlich noch zu wenig ausgelebte Liebe zum Rock ’n’ Roll kommt nun deutlich stärker zum Tragen. Beste Beispiele dafür sind der Titelsong «Rebäll», aber auch Titel wie «Deyni Zeyt isch da». Ebenfalls unverkennbar sind Einflüsse aus den Bereichen Country («Hesch scho einisch») und Reggae beim bereits veröffentlichten Titel «Mathilda». Und Franz Arnold hat auch Balladen für den neuen Tonträger geschrieben. Dass er durchaus auch zärtlichen und sentimentale Seiten hat, beweist der Sänger und Frontmann von Wiudä Bärg im eigens für seine Kinder komponierten Schlaflied «Zaiberland» und der Ballade «Läbid wohl». Ein Song mit Hühnerhaut-Effekt.

Ehrlich währt am längsten

Auch diesmal gelingt es nicht, Arnold in eine musikalische Schublade zu stecken. Seine musikalische Vielfalt erscheint noch ausgeprägter als bisher. Auffallend bei der Neuerscheinung ist jedoch die gewählte Sprache. Die Texte seiner Lieder sind noch direkter. «Das Einzige was nachhaltig ist, ist die Ehrlichkeit.» Diese, seine ganz persönliche Überzeugung, ist bei allen Texten spürbar. Und wer gut zuhört, kann sogar die Gefühlslage von Arnold bei der Entstehung des Songs erahnen.

Vielleicht ist es gerade diese Authentizität, welche die Faszination von Franz Arnold und seiner Musik ausmacht. Sich verstellen, oder gar sich verbiegen lassen, ist nicht sein Ding. Ebenso wenig flüchtet er in irgendeine Fantasiewelt. Franz Arnold erzählt in seinen Songs am eigenen Leib erfahrene Geschichten. Passt ihm etwas nicht, dann tut er dies unverblümt kund. Es soll Leute geben, welche mit dieser Direktheit Mühe haben. Andere wiederum schätzen gerade diesen Charakterzug an Franz Arnold. «Alles schönreden», so die Einschätzung des Sängers, «ist de­fizitär.»

Die Entstehung ist immer Teamarbeit

Noch ehrlicher und noch direk- ter – das ist das Fazit des neuen Tonträgers im Vergleich zu den bisherigen Alben. Auch wenn die 14 neuen Titel ausnahmslos von Franz Arnold stammen, so ist für den Sänger die Entstehung trotzdem reine Teamarbeit. Einmal sei die Melodie zuerst da, «ein anderes Mal ist es der Text. Einen Text kürzen und dabei den Sinn des Inhaltes nicht verlieren oder so zurechtstutzen, dass er auf die Silbe genau mit der Melodie übereinstimmt, das ist Knochenarbeit.»

Für einen Mann, der Geduld nicht als seine grösste Eigenschaft bezeichnet, muss dies eine echte Herausforderung sein. «In solchen Augenblicken ist die Diplomatie und Unterstützung meiner Frau Corinne gefragt. Sie hält den aus der Fahrbahn geratenden Wagen auf Kurs. In der Zwischenzeit weiss aber auch Produzent Tommy Mutac, wie er reagieren und mich nehmen muss», verrät Franz Arnold.

Das Gleiche gilt für Dino Christen, den Keyboarder in der Band Wiudä Bärg. Franz Arnold bezeichnet den Wolfenschiesser als «meine musikalische rechte Hand.» Sie alle wissen haargenau, wie Franz Arnold tickt. Diese Reibungsflächen sind das Salz in der Suppe. Und am Ende sind es dann doch wieder die ganz persönlichen Gedanken, aber auch Gefühle, die Franz Arnold mit viel Herzblut und innerer Überzeugung in seinen neuen Songs präsentiert.

Franz Arnolds Wiudä Bärg «Rebäll» (Universal), ab 26.1.

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