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Beziehungsprobleme in Serie - zweite Staffel von «Seitentriebe» startet

Zu wenig Sex, zu viele Krisen: In der zweiten Staffel der SRF-Serie «Seitentriebe» geht es ans Eingemachte, zum Glück mit Witz.
Katja Fischer De Santi
Elena hat für ihnen Freund ein paar Überraschungen parat. Bild: SRF

Elena hat für ihnen Freund ein paar Überraschungen parat. Bild: SRF

Nele und Gianni sind wieder da. Sex haben sie zwar mit anderen statt miteinander und zur Paartherapie schickt Nele ihren Mann alleine, aber noch wohnen sie zusammen. Auch Monika und Heinz straucheln in der zweiten Staffel von «Seitentriebe» weiter durch ihr Familien- und Eheleben. Denn Monika will keinen Orgasmen, sondern einen Job und Heinz, dass alles bleibt wie es ist - nur bitz besser.

Im Frühling 2018 mischte Drehbuchautorin Güzin Kar die SRF-Serienlandschaft gehörig auf. Mit «Seitentriebe», der TV-Serie über das Sexualverhalten Schweizer Langzeitpaare, gelang ihr ein Überraschungserfolg und das Kunststück, eine Serie über Sex und Liebe zu drehen, die nie in lustlose Klischees abrutschte, sondern im Gegenteil ungemein liebevoll, witzig und authentisch rüberkam. Nicht zufällig wurde die Serie mit mehreren Preisen ausgezeichnet und ins Ausland verkauft.

Nackte Brüste und ein Seitensprung

Gestern nun strahlte SRF die ersten beiden Folgen der zweiten Staffel aus. Und das Warten hat sich gelohnt. Gewohnt schnell und tabulos geht Güzin Kar die Sache an. Nackte Brüste in der zweiten Einstellung. Ein Seitensprung von Robert in flagranti von Elena ertappt, die darauf gleich mal zwei Raketen zündet - es ist schliesslich ihr 37. Geburtstag.

Im Zentrum der Serie stehen wieder drei Paare, die an unterschiedlichen Punkten in ihren Beziehungen angelangt sind: Elena und Robert sind die beiden Neuen: Sie, eine mehr als nur ein bisschen resolute Deutsche, er ein blonder Handwerker mit Bindungsproblematik. «Ich bin die dümmste Frau des Universums, sagt Elena auf der Therapeutencouch.

Nun will Elena stark sein

Seit fünf Jahren lässt sie sich von Robert hinhalten. Viel Sex, wenig Beziehung. Bis er sie in ihrem Bett, in ihrer Wohnung mit einer grossbusigen Blondine betrügt. Nun will sie stark sein, will Robert keine Chance mehr lassen. Und landet doch ziemlich schnell wieder mit ihm im Bett. «Meinen Körper kann er haben, meine Gefühle nicht», sagt sie und weiss, wie lächerlich das klingt.

Monika: will nicht länger die depressive Hausfrau sein

Monika: will nicht länger die depressive Hausfrau sein

Frauen spielen die Hauptrollen in der zweiten Staffel der Serie. Die Männer hecheln ihnen hilflos hinterher, verwirrt ob so vieler weiblicher Ansprüche und Ausflüchte. Der treuherzige Heinz etwa (perfekt besetzt mit Leonardo Nigro) will seiner depressiven Monika alles recht machen. Und sie mit einem Besuch im Dinosauriermuseum Aathal aus der Wohnung und dem Trott locken. Funktioniert natürlich nicht. Zumindest nicht so wie sich das Heinz gewünscht hätte. Monika will keine Plastikdinos sehen, sie will ein eigenes Leben führen.

Dem alltäglichen Hamsterrad entfliehen und doch bleiben

Ein anderes Leben will auch Nele und schafft es nicht mal, eine andere Wohnung zu finden. Lieber turtelt sie mit ihrer alten Studienliebe Sirio in der gemeinsamen Wohnung, vertagt den Scheidungstermin und treibt Gianni zur Weissglut.

Das alltägliche Hamsterrad hier, und der Traum vom neuen Leben im alten da ‑ Güzin Karr beherrscht es meisterlich, daraus kein lustloses Drama, sondern eine Serienhöhepunkt zu drehen.

SRF 2: jeweils montags, ab 20.10 Uhr oder online

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