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Junge Dark-Pop-Lady Billie Eilish auf Erfolgsspur

2019 wird das Jahr der Billie Eilish. Die 17-jährige Dark-Pop-Prinzessin aus Los Angeles hat mit ihrem Débutalbum eine der cleversten Platten seit langem gemacht.
Steffen Rüth
Billie Eilish macht gerne auf düster. (Bild: pd)

Billie Eilish macht gerne auf düster. (Bild: pd)

Schon der Name: Billie Eilish Pirate Baird O’Connell. Dass so jemand keine Ausbildung zur Bürokauffrau macht, dürfte auf der Hand liegen. Billies Eltern, die beide unter anderem als Schauspieler tätig sind, haben ihre Tochter jedoch nicht nur qua Namensgebung auf ein eher unkonventionelles Leben vorbereitet, sondern auch durch die Entscheidung, sowohl Billie als auch ihren vier Jahre älteren Bruder Finneas zu Hause unterrichten zu lassen. In den USA darf man das. «Home School hat echt gerockt», plaudert eine sehr reflektiert wirkende Billie Eilish beim Interview in London fröhlich heraus, «es gab nur ein Jahr, in dem ich gern zur Schule gegangen wäre. Ungefähr mit 12, aber auch das nur wegen der Uniform, des Spindes und der Mittagspause. Den Quatsch lernen, den die anderen lernen müssen, das wollte ich nie.»

Mit ihrem Bruder auf Tournee

Denn Billie Eilish hatte anderes mit ihrem Leben vor. Sie war 13, als sie gemeinsam mit ihrem Bruder den ersten Song «Ocean Eyes» aufnahm. Bis heute schreiben die Geschwister zusammen, und bis vor kurzem lebten sie noch «einen Meter entfernt» in ihren Kinderzimmern im L. A.-Hipsterviertel Highland Park. Jüngst zog der vier Jahre ältere Finneas aus, begleitet die kleine Schwester aber auf Tournee, auch ihre Eltern sind dabei. «Für mich ist es wunderbar, dass ich auch unterwegs so ein grosses Stück Zuhause mitnehmen kann. Das Leben als Musikerin ist ja verrückt.»

«Entspannt euch, es ist nur Kunst»

In Billies Fall besteht die Hauptverrücktheit aktuell darin, dass sie mit ihrer Musik durch die Decke geht. Auf SoundCloud kamen ihre ersten Veröffentlichungen prächtig an, es folgte 2017 eine EP, und nun gilt Eilish als eines der höchstgepriesenen Talente der weltweiten Musikszene. Zuletzt begeisterte sie mit der Ballade «When the Party’s Over».

Gerade eben verursacht das bassig-bissige «Bury A Friend» Aufsehen. Und man verrät nicht zu viel, wenn man verspricht, dass auf dem ersten Album «When We All Fall Asleep, Where Do We Go?» (Eilish leidet unter Einschlafstörungen und habe fast jede Nacht Albträume, daher der Titel) noch manch weiterer Knüller enthalten ist. «Mein Ziel mit der Platte war, dass sich alle Songs voneinander unterscheiden», sagt Eilish, «denn für mich ist es der Sinn eines Albums, alle seine Facetten zu offenbaren.» Deutlich wird die Entwicklung hin zu etwas härterem, dunklerem Pop.

Sie kann es sowohl düster wir romantisch

Ein weiterer Höhepunkt ist das griffige, kompakte «You Should See Me in a Crown». «I love the dark shit», verkündet Billie dazu lachend, und die Fans sollen sich bloss keine Sorgen um sie machen. «Nur, wenn ich in einem Video unheimlich oder fertig aussehe, muss ich das in Wirklichkeit noch lange nicht sein. Mir geht es super, Leute. Entspannt euch, es ist nur Kunst.» Doch auch ihre romantische Seite weiss die kluge Billie offenzulegen. Das langsam-sensible «I Love You» ist eine wunderschöne Ballade, und die Worte, nun ja, «es ist schon echt heftig, so einen Satz zu sagen und zu singen.» Warum das? «Die Liebe macht mich fertig. Wenn du verliebt bist, ordnet sich diesem Gefühl alles andere unter. Das ist beängstigend. Aber ist es auch überwältigend und magisch.»

Hinweis
Billie Ailish: When We All Fall Asleep, Where Do We Go?

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