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World Band Festival: Das Tattoo wird zum finalen Höhepunkt

Von verträumt bis rasant, von Schottland bis Luzern, nach Moskau und zurück – der Abschluss des World Band Festival war ein Fest.
Susanne Holz
Jung und mit einem Sound, der Gänsehaut erzeugt: Die schottische Royal High Pipe Band im KKL. (Bild: Eveline Beerkircher, 28. September 2019)

Jung und mit einem Sound, der Gänsehaut erzeugt: Die schottische Royal High Pipe Band im KKL. (Bild: Eveline Beerkircher, 28. September 2019)

Das Tattoo on Stage beschliesst traditionell das World Band Festival Luzern. Und es ist jedes Jahr von Neuem ein Genuss, den Dudelsackspielern aus Schottland oder den hochklassigen Suworow-Kadetten aus Moskau zuhören zu können. Dieses Jahr jedoch, bei der 21. Ausgabe des World Band Festival, war es ein ganz besonderes Vergnügen, Gast beim Tattoo zu sein.

Woran das lag? Vielleicht daran, dass alle Formationen voller Spielfreude waren. Dass die Abfolge der Formationen besonders stimmig wirkte. Oder dass einfach alles perfekt gelang an diesem Samstagabend im ausverkauften KKL. Vermutlich trugen auch die sympathischen Schotten, die im Foyer hübsche kleine Präsentpäckchen mit Whisky, Shortbread und Jam verkauften, einen Teil zur guten Stimmung bei.

Eine Erweiterung im kommenden Jahr

Jedenfalls freut sich am Samstag auch Festivaldirektor Werner Obrecht nach einem fulminanten Konzert über diesen glänzenden Abschluss des World Band Festival: «Diese Show war ein echtes Highlight.»

Obrecht blickt auf acht Tage Blasmusik zurück und sagt: «Dieses Jahr war es allgemein härter, Publikum zu bekommen. Die Classical-Gala etwa war weniger gut besucht als sonst. Insgesamt verzeichnen wir vermutlich einen kleinen Rückgang der Zuhörerschaft von rund 20000 Blasmusik-Fans in anderen Jahren zu rund 18000 in diesem Jahr.» Nichtsdestotrotz seien sowohl der Swiss Open Contest, die Big Band Matinee mit Pepe Lienhard, die Brass-Gala als auch die Entertainment-Gala ausverkauft gewesen.

Werner Obrecht macht zudem neugierig auf die kommende Ausgabe des World Band Festival Luzern 2020: «Nächstes Jahr werden wir das Programm noch erweitern. Auf welche Art, das verraten wir in Kürze.»

Wenn der Saal abzuheben scheint

Doch zurück zur so gelungenen Ausgabe 2019. Als beim grossen Finale 320 Musizierende aus England, Schottland, Holland, Russland und der Schweiz auf der Bühne stehen, eng beieinander, gibt es wohl nur wenige im Saal, die sich jetzt nicht auf den alljährlichen Schlusspunkt des Tattoos freuen: das Highland Cathedral. Gespielt von allen Formationen zusammen, inklusive Orgel.

Alljährlich glaubt man, gemeinsam mit dem Saal abzuheben, während diese eigenwillig bescheiden-erhabene Musik sich steigert. Dieses Jahr glänzt das Finale so speziell wie der ganze Abend, inklusive den eleganten Bewegungen des Organisten Konstantin Keiser bei seinem hoch präsenten Spiel.

Dass der Abend bereits mit Dudelsäcken und Trommeln seinen Anfang nimmt, ist eine sehr gute Entscheidung. Die Royal High Pipe Band bringt nicht nur Whisky und Jam ins Foyer, sondern auch hoch motivierte, noch sehr junge Musiker und mit Clare Miller zudem die erste Dudelsack-Spielerin am London College of Music auf die Bühne. Beim satten Klang der Dudelsäcke denkt man sofort an wildes Meer und raues Land. Und als die Orgel einsetzt und die Schotten zu «Mull of Kintyre» anheben, ist Gänsehaut garantiert. Die hervorragende Akustik des KKL kommt hier voll zum Tragen: Der Klang ist berauschend.

Mitreissend sind aber auch die Lucerne Marching Band, die exakten Tambouren von Drumpact, die flotte Flora Show-, Marching & Concert Band Rijnsburg, die Moskauer Suworow-Kadetten, die mit dem Publikum flirten. Oder die Showband.CH, die mit «Tagen wie diese» begeistert.

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