Theater in Stans: Das Unglücklichsein ist stärker als die Kraft der Liebe

In Stans wird am Donnerstag, 13. Februar, das Stück «Nachtbraut» gezeigt. Es basiert auf Texten von Francis Giauque.

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«Nachtbraut»: Die Erinnerung an Anna (Mia Lüscher) nimmt Philippe (Fabian Guggisberg) immer mehr gefangen.

«Nachtbraut»: Die Erinnerung an Anna (Mia Lüscher) nimmt Philippe (Fabian Guggisberg) immer mehr gefangen.

Severin Nowacki / PD

In einer spanischen Stadt begegnen sich Anna und Philippe per Zufall. Sie lieben sich, trennen sich, treffen sich wieder, aber können nicht wirklich zusammenkommen. Denn das Unglücklichsein ist stärker als die Kraft der Liebe. Philippe muss in eine psychiatrische Klinik, dort schreibt er Briefe und Gedichte. Die Erinnerung an Anna, die ihn Nacht für Nacht heimsucht, bedrängt ihn immer mehr. Und steigert seine Verzweiflung über das Leben in der Klinik, die sich als Hölle erweist.

Der Schriftsteller wählte den Freitod

Das 2-Personen-Stück «Nachtbraut», geschrieben von Markus Keller, basiert auf den Prosatexten des Westschweizer Schriftstellers Francis Giauque, der sich 1965 mit erst 31 Jahren im Neuenburger See mutmasslich das Leben genommen hat.

Francis Giauque und sein Werk ist erst kürzlich auch für den deutschsprachigen Raum erschlossen worden, in einer von Charles Linsmayer editierten deutschsprachigen Erstausgabe. Linsmayer wird in der Aufführung von «Nachtbraut» am Donnerstag, 13. Februar, im Literaturhaus Stans eine Einführung geben.

Giauque, der mit 19 die Diagnose einer unheilbaren Hautkrankheit erhalten hatte, war selber mehrfach in psychiatrischen Kliniken: «Seit dieser Zeit habe ich aufgehört, ein normaler Mensch zu sein.» (are)

«Nachtbraut»: 13. Februar, 19.45 Uhr im Literaturhaus Stans.