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Klub der jungen Dichter:
Schwein im Glück

David Zemp aus Schwarzenberg erzählt im "Klub der jungen Dichter", wie ein Schwein einen ganz besonderen Retter erlebt.
David Zemp

Es war einmal ein armer Bauer namens Sepp. Sein Kontostand lag quasi auf dem Nullpunkt! Er besass gerade noch zwei Schweine. Eines namens Edgar, welches dick und fett war, und Olga, die dünn und mager daherkam. An einem kalten und nebligen Herbsttag, Sepp war nicht gerade in guter Laune, kam der Metzger dahergelaufen: «Hallo Sepp», rief er, «ich möchte dein Schwein kaufen!» Doch Sepp wollte nichts wissen und rief ihm zu: «Hast du n’ Vogel! Das ist mein Viersterneschwein!» «Ich zahle dir dafür 1000 Franken, einverstanden?», meinte der Metzger. Und so verkaufte Sepp sein dickes Schwein Edgar für 1000 Franken. Als der Metzger ging, schluckste der Bauer unter Tränen und sagte vor sich hin: «Tschüss, mein Schwein.» Und er war sehr traurig.

David Zemp, Schwarzenberg, 6. Primar.

David Zemp, Schwarzenberg, 6. Primar.

Im Schlachthaus wollte der Metzger es mit der Stromzange erlegen. Edgar war aber nicht tot, sondern nur bewusstlos. Eine Gruppe Männer hatte für eine Grillparty ein Spannferkel bestellt und holte das Schwein auch gleich ab. Am Abend, als die Grillparty startete, wurde ein grosses Feuer entfacht. Schon packten die Männer die Sau, um sie aufzuspiessen und über die Glut zu hängen. In dem Moment wachte Edgar wieder auf, konnte den Händen entgleiten und rannte mit lautem Gequietsche dem nahen Wald entgegen. Das war wirklich in letzter Sekunde.

Doch hier im Wald war es aber fürchterlich dunkel und unheimlich. Edgar zitterte die ganze Nacht dem Morgen entgegen. Kläffendes Hundegebell erschreckte ihn so sehr, dass er noch viel tiefer in den dunklen, düsteren Wald lief. Er hatte fürchterliche Angst. Zudem schmerzte ihm der Bauch von den Strapazen und dem Hunger, der immer stärker wurde. Am zweiten Tag war es noch schlimmer, denn er merkte, dass er sich verlaufen hatte. Und so lief er Tag für Tag auf der Suche nach seinem lieben Bauer Sepp noch weiter im endlosen Wald umher. Nach einem Monat nur Blätter essen nahm Edgar sehr, sehr, sehr viel ab. Nur noch so dick wie ein Fussball legte er sich auf den Waldboden und war bereit, vor Bauchschmerzen zu sterben. Er wusste, das wird wohl seine letzte Nacht sein.

Als er am Morgen doch aufwachte, merkte er, dass es schön warm war und er sich in einem grossen Raum befand. Neben ihm stand ein Kessel, gefüllt mit feinsten Leckereien. Edgar steckte vorsichtig den Kopf in den Kessel und frass ihn vollständig leer. Als er sich nun gestärkt wieder besser fühlte, ging plötzlich die schwere Holztüre auf. Es kam ein grosser Mann mit schwarzen Schuhen, rotem Kleid und einer rot-weissen Zipfelmütze in den Raum. Ich denke, ich muss euch jetzt nicht sagen, wer das ist. Ja genau, es war der Samichlaus! Er sprach mit tiefer Stimme: «Ho ho ho, bist du hungrig.» Edgar sagte nichts und blieb wie eingefroren stehen. Samichlaus brummte: Ach komm, stell dich nicht so an, erzähl mal. Dann fing Edgar an zu erzählen, dass er endlos gelaufen ist und sich todkrank fühlt. So pflegte der Samichlaus Edgar, bis er wieder gesund war.

Bald darauf nahm der Samichlaus seinen Esel, belud ihn mit Säcken und machte sich auf den Weg. Er sprach zu Edgar: «Wenn du willst, kannst du mitkommen. Dann triffst du vielleicht wieder Olga und den Bauer Sepp. Edgar hatte aber keine Lust, wieder durch den dunklen Wald zu laufen, und hütete lieber das Haus vom Samichlaus. Von da an lebte das Schwein glücklich und froh bei Samichlaus.

Entscheidet mit, welcher Text den Spezialpreis gewinnt

Nicht weniger als 5123 Geschichten sind für den «Klub der jungen Dichter» 2018 eingegangen. Zur Auswahl standen das Thema «Feuer und Flamme» sowie ein Textanfang. Wir publizieren die Texte in der Print- sowie in der Onlineausgabe unserer Zeitung. Neu ist, dass ihr, liebe Leserinnen und Leser, mitvoten können. Wir vergeben nämlich einen Publikumspreis für den Text, der auf unserer Homepage am meisten angeklickt worden ist. Hat euch also ein Text gefallen, könnt ihr ihn auch etwa via Facebook weiterempfehlen und so die Klickzahlen noch erhöhen.

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