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Titanen der Forschung im Bilderbuchformat

Zwei neue Sachbücher für Kinder erklären Darwins Evolutionstheorie und erzählen von den abenteuerlichen Reisen Alexander von Humboldts: Da lesen auch Erwachsene gebannt und fasziniert mit.
Bettina Kugler

Der Affe sitzt auf einem anderen Ast

Ein Meilenstein der Naturwissenschaft für Sechsjährige? Sabina Radeva gelingt dieses Kunststück aus dem Stand. Das erste Bilderbuch der in London lebenden Illustratorin und Molekularbiologin macht ebenso einladend wie niederschwellig vertraut mit Darwins Theorie zur Entstehung der Arten. Das Cover lässt zunächst an biblische oder exotische Paradiesgeschichten denken; mit kindlich einfachen, aber wissenschaftlich exakten Zeichnungen in satten Pastelltönen bietet Radeva reichlich Augenlust. Statt trockene Fakten auszubreiten, erzählt sie: Von den ersten Organismen, lange bevor es Menschen gab, von ersten Zweifeln am Schöpfungsmythos durch Naturforscher wie Buffon und Lamarck. Zu Hilfe kommt der Illustratorin ihr eigener naturwissenschaftlicher Hintergrund. Klar und verständlich erklärt und veranschaulicht sie die grundlegenden Erkenntnisse Darwins, zitiert aus dem Originaltext und weckt auf schönste Art das Interesse am genauen Hinschauen und am wissenschaftlichen Denken.

Sabina Radeva: Darwins Entstehung der Arten. Ab 6. Hanser, 56 S., Fr. 26.–

Expeditionen zur klugen Weltanschauung

Er muss ein hinreissender Erzähler gewesen sein, der Menschen aller Schichten zu seinen Vorträgen lockte – nicht nur Studenten und Lehrer, sondern auch Dienstboten, sogar den preussischen König. Alexander von Humboldt hatte auf seinen Reisen durch Nord- und Südamerika zwischen 1799 und 1804 Abenteuerliches erlebt und konnte frei, fesselnd und verständlich von seinen Einsichten berichten. Das hat Volker Mehnert inspiriert, es Humboldt gleichzutun und diese facettenreiche Lebensgeschichte zu erzählen: vom abenteuerlustigen Buben, der lieber im Garten herumstromerte als die Nase in Bücher zu stecken, hin zum reisenden Beobachter, Forscher und Vermittler. Das von Claudia Lieb prächtig illustrierte Buch lädt ein, die Reisen mitzuerleben, in Humboldts Zeit und Denken einzutauchen, mit ihm das grosse «Netz des Lebens» zu entdecken. Mit einem Schlusssatz von Humboldt zum Auswendiglernen: «Die gefährlichste Weltanschauung ist die Weltanschauung der Leute, die die Welt nie angeschaut haben.»

Alexander von Humboldt oder Die Sehnsucht nach der Ferne. Ab 10. Gerstenberg, 112 S., Fr. 37.–

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