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«Der Hype flacht einfach nicht ab»

Nachgefragt

Mario Stübi, Sie legen jährlich an rund 30 «Bravo-Hits»-

Partys in der ganzen Schweiz auf. Wie kam es dazu?

Begonnen hat alles vor über zehn Jahren an einer Geburtstagsparty, bei der ich und Freunde auflegten. Die Songs der «Bravo-Hits» kamen gut an, also haben wir das wiederholt. Bald wurden wir zu gross für das Jugendlokal in Luzern und wechselten in einen grösseren Club. In Kürze wurden andere Häuser auf uns aufmerksam, und so ging es immer weiter.

Und es kommen immer noch genügend Leute?

Das ist ja das Verrückte. Ich warte immer, dass der Hype mal vorbeigeht, aber er flacht nicht ab – neben jenen Partys, bei denen ich auflege, gibt es ja auch noch weitere Ableger. Für die Clubs sind solche Partys oft ein Segen. Da machen sie willkommene Einnahmen bei Eintritt und Bar­umsatz und können so ihre Konzerte quersubventionieren – ein schöner Nebeneffekt, finde ich.

Was kommt da für Volk? Kinder der 1990er, die in zweifelhaften Erinnerungen schwelgen wollen?

Die machen vielleicht 10 Prozent des Publikums aus. Der Grossteil ist jünger und hat all den Eurodance, den ich spiele, nicht direkt miterlebt. Aber mitsingen können sie trotzdem fast jeden Song – Youtube und Streaming sei Dank.

Gibt es Songs, die besonders gut funktionieren?

Was immer geht, ist «Wannabe» von den Spice Girls. Das ist ein Heuler. Da singen alle.

Und umgekehrt: Gibt es solche, die nicht klappen?

Von Scooter laufen nur die richtig grossen Hits wirklich gut. Ich spiele gerne auch ab und zu einen Song aus ihrem restlichen Repertoire, aber die sind oft ein bisschen zu hart für das Publikum. Aber als Abwechslung im Set machen sie sich ganz gut.

Sie fokussieren sich auf die «Bravo-Hits» der 90er und 2000er. Warum keine aktuellen Hits?

Das hebt unsere Partys eben von all den anderen ab: Dort hört man die immergleichen Hits. Bei uns zwar auch, aber dafür konsequent nur solche von früher.

Mittlerweile treten ja auch Stars von damals an Ihren Partys auf – bald etwa Captain Jack. Wie erleben Sie diese?

Da gibt es fast alles. Vom abgehalfterten Ex-Star, der zugedröhnt zu einem Playback ab iPhone wackelt, bis zu profes- sionellen Musikern. Um ein positives Beispiel zu nennen: Loona. Sie versteht ihre Rolle und kann damit umgehen. Zudem kann sie wirklich gut sin- gen und eine gute Stimmung erzeugen. (mg)

Hinweis

«Bravo-Hits»-Party mit Captain Jack: 12. Mai, Schüür, Luzern, 13. Mai, Kugl, St. Gallen

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