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Die Diebe präsentieren ihr Kulturgut im Neubad in Luzern

Das Duo «Die Diebe» ermöglicht kulturelle Projekte: Zu erleben sind diese an der Labelnacht im Neubad in Luzern.
Pirmin Bossart
Das Duo Die Diebe: Lili Vanilly und Bujar Berisha. (Bild: PD)

Das Duo Die Diebe: Lili Vanilly und Bujar Berisha. (Bild: PD)

Seit April 2017 verunsichern und inspirieren Lili Vanilly und Bujar Berisha mit ihrem Idealismus und Do-it-Yourself-Optimismus den kulturellen Untergrund von Luzern. Sie haben sich gefunden, um ihre eigenen künstlerischen Ambitionen umzusetzen. «Die Diebe» haben eine Zentrale an der Baselstrasse 61A: Ein kleines Studio, wo sie musikalisch arbeiten, Sound produzieren, fotografieren und filmen. Letztes Jahr haben sie dort eine neunteilige Konzertreihe mit dem Künstler und Musiker Christian Löffel durchgeführt. Sie haben längere Interviews mit kulturellen Protagonisten geführt, die anschliessend per Text und Video verbreitet werden. Eine der jüngsten Produktionen ist eine klingende Postkarten-Serie, die sie mit Michael Kaufmann, dem ehemaligen Direktor der Hochschule Luzern-Musik, realisiert haben.

Getreu ihrem Motto «schwellenlos exponentiell, konkurrenzlos universell und furchtlos ideell» dehnen sie ihren Aktionsraum zunehmend aus. Diesen Sommer haben sie im Kosovo ein erstes Festival mit Schweizer und kosovarischen Bands veranstaltet. Finanzieren tun sie die Projekte zum einen mit ihren PR-Dienstleistungen. Zum andern erhalten sie auch Beiträge von Stiftungen.

«Wir sind offen für die verschiedensten künstlerischen Disziplinen», sagt Lili Vanilly. Grenzen überwinden und Mut machen gehören zu ihrem Credo. «Wir haben so viele Möglichkeiten, unsere Vorstellungen umzusetzen. Nichts ist unmöglich. Genau dazu möchten wir Hand bieten», sagt Bujar Berisha. Er ist als Fotograf, Musiker und Audio-Spezialist vor allem für die technischen Umsetzungen zuständig, während die von Marketing herkommende Lili Vanilly ihre Kompetenzen in das Webdesign, die Textarbeit und die Realisierung von Projekten eingibt. Denken, hinterfragen, entwerfen und philosophieren, das machen sie gemeinsam.

«Wir haben keinen Anspruch auf Perfektion»

Alle, die wollen, können mit der Unterstützung der Diebe ihr Projekt realisieren. «Wir haben keinen Anspruch auf Perfektion, denn diese ist unerreichbar. Aber die Projekte müssen eine inhaltliche Tiefe, eine Relevanz haben.» Dabei suchen die beiden nach Ausdrucksformen, die lebensbejahend sind. «Die Diebe» wollen nichts Geschliffenes und Doktrinäres. Sie wollen erforschen, sich auseinandersetzen, die Welt und die Gemeinschaft neu denken und mit interessierten Menschen etwas realisieren. Dazu gehört, sich von einer gesunden Naivität leiten zu lassen und auch dem Zufall Raum zu geben.

An der Labelnight der Diebe im Neubad werden morgen diverse Produktionen vorgestellt: Das erste Album des Duos Lili und Bujar, uraufgeführt mit Visuals von «Teichprojektion», je eine EP von «Sewn» und «Calling Dr. Jones» sowie zwei Publikationen: Das Eigenwerk «Buch der Erkenntnisse Band 2» sowie das Bild/Ton-Buch «Flug mit der Feuerkutsche», das in Zusammenarbeit von der Band Who’s Elektra mit Schriftsteller Prend Buzhala, dem schweizerischen Illustrator Peter Bräm und weiteren Autoren entstanden ist.

Hinweis: 25. Oktober ab 19.30Uhr, Neubad Luzern. Labelnight: 5 Stunden, 4 Konzerte, 2 DJ-Sets, 1 Album, 2 EPs, 2 Bücher. Weitere Infos: www.diediebe.ch

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