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Die ganze Welt wird zur Gegenwelt

Die Sommerausstellung des Kunstmuseums Liechtenstein ist dem Münchner Künstler und Theoretiker Thomas Lehnerer gewidmet. Die Überblicksschau versammelt bekannte Plastiken, Mal- und Zeichnungszyklen nebst noch nie ausgestellten Werken und Konzepten.
Inmitten der Figuren von Thomas Lehnerer (Bild: Ines Agostinelli)

Inmitten der Figuren von Thomas Lehnerer (Bild: Ines Agostinelli)

Dies ist ein Artikel der "Ostschweiz am Sonntag". Die ganze Ausgabe lesen Sie hier.

(red) Thomas Lehnerer hat in seinem kurzen Leben – er starb 1995 erst 40-jährig – die Existenz der Kunst als nicht selbstverständlich wahrgenommen und deren Aufgabe und Inhalt ausführlich gedeutet. In seinen Schriften, allen voran in «Methode der Kunst», entwickelte er in Weiterführung von zen­tralen Texten der Ästhetik, Kulturtheorie und Kunstgeschichte einen Kunstbegriff, der in seinem künstlerischen Schaffen wiederzufinden ist.

Seine kleinformatigen figürlichen Plastiken – zumeist aus Bronze, Blei oder Wachs –, Zeichnungen, Aquarelle und die frühen Rauminstallationen folgen den theoretischen Prämissen und bringen umfassende Themen des Menschseins auf. Vertieft wird die Auseinandersetzung mit der menschlichen Existenz dadurch, dass kulturhistorische oder theologische Figuren und eine Vielfalt an Fund­stücken einbezogen werden. Die Aufmerksamkeit gegenüber Zufälligem und Vorgefundenem stellt oft einen Ausgangspunkt für die Entstehung der Arbeiten dar.

Ein siebenteiliger Zeichnungs- und Malzyklus mit dem Titel «Die ganze Welt» (1985/86) fügt sich zu einer «Gegenwelt», um für das eigene Dasein Erkenntnis zu schaffen. Dem Prozess des Entstehens und der inneren Auseinandersetzung galt Lehnerers Aufmerksamkeit. Es ging ihm um eine absolute Gegenwärtigkeit beim Schaffen und Rezipieren der Werke. Diese markieren eine Differenz zur Welt und vermitteln zwischen der Welt und dem Betrachter – ein ästhetisches Moment, das Lehnerer als «freies Spiel» bezeichnete. Die Ausstellung ist eine Eigenproduktion des Kunstmuseums Liechtenstein und entstand in Zusammenarbeit mit dem Archiv Thomas Lehnerer.

Bis 2. September

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