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Die Hechte sind «Heicho»

Am Samstagabend spielten Hecht in der ausverkauften Braui in Hochdorf – dort hat die Band vor knapp zwanzig Jahren ihre Anfänge genommen. Wir haben die Musiker vor ihrem Auftritt begleitet.
Michael Graber
Leadsänger Stefan Buck in Action. (Bild: Dominik Wunderli (22. Dezember 2018)Leadsänger Stefan Buck in Action. (Bild: Dominik Wunderli (22. Dezember 2018)
Das Konzert der Band Hecht in der Braui in Hochdorf ist ausverkauft. (Bild: Dominik Wunderli (22. Dezember 2018)Das Konzert der Band Hecht in der Braui in Hochdorf ist ausverkauft. (Bild: Dominik Wunderli (22. Dezember 2018)
Beim Essen vor dem Auftritt in der Braui. (Bild: Dominik Wunderli (22. Dezember 2018)Beim Essen vor dem Auftritt in der Braui. (Bild: Dominik Wunderli (22. Dezember 2018)
Die Ruhe vor dem Sturm. (Bild: Dominik Wunderli (22. Dezember 2018)Die Ruhe vor dem Sturm. (Bild: Dominik Wunderli (22. Dezember 2018)

Im Bild: Stefan Buck, Leadsänger von Hecht. (Bild: Dominik Wunderli (22. Dezember 2018)Im Bild: Stefan Buck, Leadsänger von Hecht. (Bild: Dominik Wunderli (22. Dezember 2018)
Christoph Schröter (links) und Philipp Morscher (rechts) beim Einsingen in der Garderobe. (Bild: Dominik Wunderli (22. Dezember 2018)Christoph Schröter (links) und Philipp Morscher (rechts) beim Einsingen in der Garderobe. (Bild: Dominik Wunderli (22. Dezember 2018)
Für Energie wird gesorgt. (Bild: Dominik Wunderli (22. Dezember 2018)Für Energie wird gesorgt. (Bild: Dominik Wunderli (22. Dezember 2018)
Alle packen mit an. (Bild: Dominik Wunderli (22. Dezember 2018)Alle packen mit an. (Bild: Dominik Wunderli (22. Dezember 2018)

Die Band fällt den Gästen der Braui auf: Sie werden fleissig fotografiert und um Selfies gebeten. (Bild: Dominik Wunderli (22. Dezember 2018)Die Band fällt den Gästen der Braui auf: Sie werden fleissig fotografiert und um Selfies gebeten. (Bild: Dominik Wunderli (22. Dezember 2018)
In Hochdorf kennt man sich. (Bild: Dominik Wunderli (22. Dezember 2018)In Hochdorf kennt man sich. (Bild: Dominik Wunderli (22. Dezember 2018)
Das Einsingen scheint Spass zu machen. (Bild: Dominik Wunderli (22. Dezember 2018)Das Einsingen scheint Spass zu machen. (Bild: Dominik Wunderli (22. Dezember 2018)
Chris Filter, Drummer von Hecht, beim Einsingen. (Bild: Dominik Wunderli (22. Dezember 2018)Chris Filter, Drummer von Hecht, beim Einsingen. (Bild: Dominik Wunderli (22. Dezember 2018)
Einen letzten Blick in den Spiegel: Leadsänger Stefan Buck in der Garderobe kurz vor dem Auftritt. (Bild: Dominik Wunderli (22. Dezember 2018)Einen letzten Blick in den Spiegel: Leadsänger Stefan Buck in der Garderobe kurz vor dem Auftritt. (Bild: Dominik Wunderli (22. Dezember 2018)
Etwas nervös? (Bild: Dominik Wunderli (22. Dezember 2018)Etwas nervös? (Bild: Dominik Wunderli (22. Dezember 2018)

Nach dem Einsingen kommt das Aufwärmen. (Bild: Dominik Wunderli (22. Dezember 2018)Nach dem Einsingen kommt das Aufwärmen. (Bild: Dominik Wunderli (22. Dezember 2018)
Der Ablaufplan des Konzerts. (Bild: Dominik Wunderli (22. Dezember 2018)Der Ablaufplan des Konzerts. (Bild: Dominik Wunderli (22. Dezember 2018)
Alle Tickets für das Hecht-Konzert in der Braui Hochdorf sind ausverkauft. (Bild: Dominik Wunderli (22. Dezember 2018)Alle Tickets für das Hecht-Konzert in der Braui Hochdorf sind ausverkauft. (Bild: Dominik Wunderli (22. Dezember 2018)
Leadsänger Stefan Buck in Action. (Bild: Dominik Wunderli (22. Dezember 2018)Leadsänger Stefan Buck in Action. (Bild: Dominik Wunderli (22. Dezember 2018)
Auf der Bühne geht es wild zu und her. (Bild: Dominik Wunderli (22. Dezember 2018)Auf der Bühne geht es wild zu und her. (Bild: Dominik Wunderli (22. Dezember 2018)
Hecht gibt alles. (Bild: Dominik Wunderli (22. Dezember 2018)Hecht gibt alles. (Bild: Dominik Wunderli (22. Dezember 2018)
Mitsingen erwünscht! (Bild: Dominik Wunderli (22. Dezember 2018)Mitsingen erwünscht! (Bild: Dominik Wunderli (22. Dezember 2018)
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«Hecht» in ausverkaufter Braui in Hochdorf

Türe auf, Treppe runter, Türe auf, alle fassen sich an den Armen, aus fünf Mündern erklingt ein «Charlotta», die Gesichter glänzen. Ein Pulsschlag-Beat setzt ein, Hecht kommen auf die Bühne, das Publikum jubelt. Fünf Minuten zuvor sucht Stefan Buck noch verzweifelt seinen Haarspray. Überall sucht er. Der Hecht-Sänger findet ihn einfach nicht. Seine Frau schon. Zum Glück. Dann geht’s los in der Braui Hochdorf.

Das ist ein besonderer Ort für die Band, dort haben die Hechte schwimmen gelernt. Dort in einem Kämmerli, das mittlerweile zum Jugendlokal umfunktioniert wurde, probten Seng ihre Songs. So hiess die erste Band von Buck und Christoph Schröter. Gesungen wurde auf Englisch – der Erfolg: mässig. Mittlerweile sind Chris Filter am Schlagzeug, Philipp Morscher am Bass und Daniel «Gisi» Gisler am Keyboard dazugekommen. Die Texte sind auf Mundart – der Erfolg: gross.

Im Braui-Turm gibt es um 18 Uhr Znacht. Lasagne und selbstgemachte Cremeschnitten. Von allem etwas zu viel. Es ist der Albtraum jedes Veranstalters, dass das Essen ausgeht. Hungrige Musiker sind schlechte Musiker. Dazu gibt’s Rotwein. Nicht alle sind gleich trinkfreudig, gestern wurde es später, man ist nicht mehr zwanzig Jahre alt.

Zu Besuch im Hochdorfer «Pöp»

Im Raum, in dem es Essen gibt, traf man vor einigen Jahren auch Buck und Schröter an Partys. Per Metal-Treppe geht es in den Konzertraum, in dem auch Seng früher Konzerte spielte. Seng gibt es nicht mehr. Für Hecht wäre dieser Raum viel zu klein. In die Braui sind über tausend Personen gekommen – das Heimspiel ist restlos ausverkauft. Wie alle der Club-Konzerte, die sie in diesem Jahr gespielt haben. Insgesamt dürften 2018 weit mehr als 100'000 Menschen ein Hechtkonzert live gesehen haben.

Als die Band nach dem Essen durch die laue Nacht schlendert, werden sie ständig erkannt. «Hast du gesehen, das sind sie», sagt eine junge Dame zu ihrem Begleiter. Hecht lächeln. Durchaus stolz und auch mit einem Schuss Understatement. Buck und Schröter wollen dem Rest der Band noch das Hochdorfer Pub – das «Pöp» – zeigen. Buck und Schröter wohnen beide mittlerweile in Zürich und führen mit einem Augenzwinkern durch ihren Heimatort.

«Wir können nur ein Herrgöttli nehmen», sagt Buck. Bestellt wird am Schluss doch nichts. Zu viele Selfies, zu wenig Zeit. Auch Luca will ein Foto mit der Band. Der 11-Jährige hält bald einen Vortrag über die Band, da kann etwas direktes Anschauungsmaterial nicht schaden. Als er das Foto auf dem Handy bewundert, sind die Hechte längst wieder draussen. Zurück in die Braui geht es via Lieferanteneingang, auch da müssen Hände geschüttelt werden, oder dürfen. Vor allem Buck scheint eine schier endlose Geduld zu haben – auch einstige Kantonsschullehrer kommen zum kurzen Small Talk.

Der schmucklose Backstage ist zwei Stunden vor dem Konzert fast überfüllt. Kinder, Göttibuben, Kollegen, Freunde, Familie – alle wollen beim Heimspiel kurz Hallo sagen. Für die beiden älteren Kinder von Buck wurde eine Babysitterin organisiert. Silja von Matt liest Kinderbücher vor und spielt mit den Buben Playmobil.

Chris Filter liegt daneben. Der Drummer hatte auch schon mehr Energie – der Ausgang gestern. Mit Kopfhörer und geschlossenen Augen versucht er etwas Schlaf nachzuholen. Beeindruckenderweise gelingt ihm das ganz gut. Noch ist der Puls ruhig.

Er bleibt auch erstaunlich lange ruhig. Zehn Minuten vor dem Gig sitzt Morscher auf der Treppe vor dem Backstage. «Null nervös», sagt er. Sie fehle im fast etwas, die Nervosität, sagt der Bassist. «Die kommt dann schon»; sagt Daniel Gisler. Er lacht. Fünfzehn Minuten lang hatte sich die Band vorher eingesungen und eingespielt.

Filter trommelt wild auf Wände, Garderobenstangen, Türfallen. Er ist deutlich wacher als noch vorher. Es duftet nach Red Bull und Mate. «Wir könnten uns alle paar Wochen treffen und uns ein bisschen einspielen», sagt Gisler. Das Konzert in Hochdorf ist der letzte Club-Gig für einige Zeit. 2019 spielen Hecht im Hallenstadion. Wie man hört, ist der Vorverkauf gut angelaufen. Ein ausverkauftes Haus, mit 13000 Zuschauern, scheint realistisch.

«Erwartet nicht, dass alle ­sofort durchdrehen, viele sind ­gekommen, weil es für uns ein Heimspiel ist, das sind keine Hardcore-Hecht-Fans», sagt Buck Sekunden, bevor er auf die Bühne geht. Er wird nicht recht behalten.

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