Musikfestival
Die «Leisen Töne» Sempach melden sich lautstark zurück

Die Konzertreihe «Leise Töne» feiert ihr Fünfjähriges. Garantiert ohne Hardrock.

Regina Grüter
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Landsteiner (von links): David Bokel (Piano), Niklaus Mäder (Gesang) und Schriftsteller Beat Portmann (Violine).

Landsteiner (von links): David Bokel (Piano), Niklaus Mäder (Gesang) und Schriftsteller Beat Portmann (Violine).

Bild: PD

«Die Bands spielten ‹Leise Töne›, weil es zum Ambiente passte – und weil das Lokal und seine Umgebung AC/DC-Artiges wohl gar nicht so gut vertragen hätte», erfährt man auf der Website über die Geschichte und Intention der Sempacher Konzertreihe. Das war damals im Wöschhüsli, wo es seit 2016 rund drei Leise-Töne-Konzerte pro Jahr gab. Dann fiel das Wöschhüsli als Konzertort weg, und die Veranstalter mussten sich anderweitig orientieren. Wegen Corona kam die Konzertreihe dann kurzfristig ganz zum Erliegen – um sich im Jubiläumsjahr zurückzumelden! Eine erste Fuhre gibt es vom 11. bis 13. Juni im Städtchen mit Konzerten und mehr.

Das Festival beginnt am Freitagabend um 20 Uhr mit Irish Folk in der katholischen Kirche.

Inish (Insel) ist eine irisch-schweizerische Combo, die ihre Begeisterung für die Musik und die Kultur der Grünen Insel mit dem Publikum teilt.

Am Samstagmorgen kann man bei Rahel Studer und Markus Noser gleich selber mitsingen: Die Mitglieder der Solothurner A-cappella-Gruppe The Nightingales bieten einen Gesangsworkshop an (ab 10 Uhr im Mehrzweckraum Tormatt).

Am Nachmittag sind die Kinder dran. Caroline Graf kommt zwar ohne ihre «Superhaasen», ein lustiges und kreatives Konzert für Zuhörerinnen und Zuhörer ab vier Jahren wird es trotzdem werden (13.30 bis 14.30 Uhr, Schulhaus, Musiksaal Waldegg).

Deutsche Chansontradition und südamerikanische Rhythmen

Zwischen lebenshungrig und todessehnsüchtig pendeln die Figuren bei Beat Portmann und die Chansons von Landsteiner, versehen aber mit einer gehörigen Portion Schalk.

Der Luzerner Schriftsteller Beat Portmann und die Band aus dem Roman «Über Nacht», die es eben auch wirklich gibt, hängen der musikalischen Lesung am Samstagabend eine Jamsession an (20 Uhr, Schulhaus, Musiksaal Waldegg).

Mit der «Grupo Dar Vida» geht es am Sonntagnachmittag heiss zu und her. Die Band, die mit bis zu fünfzehn Musikerinnen und Musikern auftritt, spielt von 13 bis 16.30 Uhr Salsa, Latin und Cumbia – bei schönem Wetter vor der Festhalle, bei Schlechtwetter im Musiksaal Waldegg (ausverkauft). So leise wird das zwar nicht sein, aber nie und nimmer so laut wie Hardrock. Der Eintritt ist im Übrigen frei, Spenden gehen an den Verein Ninos jugando, der hinter «Dar Vida» steht und mit verschiedenen Projekten randständige Kinder und Jugendliche in Südamerika unterstützt. Weitere Jubiläumskonzerte gibt es im September, November und Januar.

«Leise Töne»: Konzertreihe vom 11. bis am 13. Juni in Sempach; weitere Infos und Reservation: www.leisetoene.ch.