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Netflix-Produktion ist grosser Oscar-Anwärter

Hollywood  Der Netflix-Film «Roma» wurde für zehn Oscars nominiert. Erstmals buhlt auch ein Superheldenfilm um den Hauptpreis. Der andere grosse Favorit bei der kommenden Oscarverleihung heisst «Roma».
Lory Roebuck
Eine der heissesten Anwärter auf einen Oscar 2019: die Netflix-Produktion "Roma"Foto: Carlos Somonte.

Eine der heissesten Anwärter auf einen Oscar 2019: die Netflix-Produktion "Roma"
Foto: Carlos Somonte.

Wie «The Favourite» wurde der Netflix-Film bei der gestrigen Bekanntgabe der Nominierungen in insgesamt zehn Kategorien berücksichtigt. Der mexikanische «Roma»-Regisseur Alfonso Cuarón kommt dabei alleine schon auf vier Nominierungen: für die beste Regie, die beste Kamera, das beste Originaldrehbuch und (als dessen Produzent) für den besten ­Spielfilm.

Es ist das erste Mal, dass Netflix um den Oscar für den besten Spielfilm buhlt. Streamingkonkurrent Amazon war dieses Kunststück bereits vor zwei Jahren mit dem Film «Manchester by the Sea» geglückt. Steht bei der Verleihung des prestigeträchtigsten Filmpreises der Welt eine Zeitenwende an? Die Oscars leiden seit Jahren unter schwindendem Zuschauerinteresse; es würden nur Filme nominiert, die niemand gesehen hat, lautet der gängige Vorwurf.

Viele Kinohits im Rennen um einen Oscar

Doch dieses Jahr ist alles anders: Mit «Black Panther» wurde, ebenfalls zum ersten Mal, ein Superheldenfilm in der Königskategorie nominiert. Die Marvel-Produktion war 2018 einer der erfolgreichsten Kinofilme der Welt mit einem Einspielergebnis von über 1,3 Milliarden Dollar. «Black Panther» wurde insgesamt in sieben Kategorien für einen Oscar berücksichtigt.

Es fällt auf, dass die Oscar­jury – die über 7000 Mitglieder der US-Filmakademie – dieses Jahr besonders viele Publikumserfolge nominiert hat. So haben auch das Musikdrama «A Star is Born» mit Bradley Cooper und Lady Gaga in den Hauptrollen sowie das Freddy-Mercury-Biopic «Bohemian Rhapsody» Chancen auf den Oscar für den besten Film. Mercury-Darsteller Rami Malek darf genauso wie Cooper und Lady Gaga auf einen Darstellerpreis hoffen. Cooper blieb allerdings eine zweite Nominierung, für die beste Regie, verwehrt (für «A Star is Born» hatte der Hollywoodstar erstmals auch hinter der Kamera agiert). Dafür wurde Regieveteran Spike Lee für seine Rassismussatire «BlacKkKlansman» erstmals nominiert – ganze vierzig Jahre nach dem Erscheinen seines Debütfilms.

Viele Publikumslieblinge und viele Premieren: Die Oscars schrauben an ihrer Relevanz. Die Organisatoren haben Fernseh­zuschauern auch eine kürzere Show versprochen. So sollen etliche Preise in vermeintlich kleineren Kategorien während der TV-Werbepausen verliehen werden. Die Verleihung geht am 24. Februar über die Bühne.

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