Ausstellung: Die Ratio der Landschaft

Die Luzerner Galerie Müller zeigt Bilder von Stefan Rüesch.

Susanne Holz
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Wenn der Sturm vorbei ist: «Nach dem Donnerwetter» (2019, Acryl auf Leinwand).

Wenn der Sturm vorbei ist: «Nach dem Donnerwetter» (2019, Acryl auf Leinwand).

Bild: PD

Ausstellung Rationale Landschaft – gibt es so etwas? Betritt man derzeit die Galerie Müller, meint man, genau solche Landschaften im Werk von Stefan ­Rüesch zu erkennen. Kunsthistoriker Beat Stutzer beschrieb die Kunst des gebürtigen Luzerners Stefan Rüesch einmal so: «Seine Bilder sind durchkomponiert mit strengem geometrischem Aufbau. Dadurch wirken sie rasterhaft und digital. Es gibt keinen intuitiven Pinselstrich, keine impressionistische Unschärfe. Trotz dieser Entfernung von der Natur evozieren die Bilder atmosphärische Stimmung. Sie zeigen einen archaischen Zustand, so dass die Schönheit einer Landschaft tief empfunden werden kann.»

Werkbeitrag des Kantons Graubünden

Stefan Rüesch wurde am 6. November 1963 in Luzern geboren. Er lebt und arbeitet heute in Chur. Als freischaffender Künstler erhielt er 2018 den Werkbeitrag des Kantons Graubünden. Seine Arbeiten lassen sich stilistisch kaum einordnen. Doch liegt ihr Charakteristikum im elementaren Umgang mit geometrischen Elementen und Figuren. Wichtige Bestandteile sind die gerade Linie, die Vertikale, die Horizontale, das Quadrat, das Rechteck, der rechte Winkel. Stefan Rüesch ist es wichtig, ästhetische Phänomene des Alltags aufzunehmen und zu visualisieren. (sh)

Hinweis

Stefan Rüesch in der Galerie Müller. Bis 15. Februar 2020. Haldenstrasse 7, Luzern. Geöffnet Do/Fr 13 bis 18.30 Uhr. Sa 10 bis 16 Uhr. www.galeriemueller.ch