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Die Rigi-Literaturtage suchen neue Wege

Die dreitägige Veranstaltungsreihe findet ab Freitag, 6. September, zum letzten Mal in der gewohnten Form statt.
Jürg Auf der Maur

Noch laufen letzte Gespräche, und Hoffnungen bei den Organisatoren sind vorhanden. Doch bereits jetzt ist klar, dass die Rigi-Literaturtage, welche ab Freitag, 6. September, an verschiedenen Standorten auf der Rigi stattfinden, zum letzten Mal in der bisherigen Form über die Bühne gehen.

«In dieser Form werden sie nicht mehr stattfinden», bestätigt Susanne Zurmühle vom OK der Rigi-Literaturtage Informationen des «Boten der Urschweiz». Gesucht würden derzeit neue Wege, sagt Zurmühle und lässt durchblicken, dass verschiedene Optionen diskutiert würden. Sogar dass die Literatur in einer neuen Form weiterhin auf der Rigi präsent bleibt, sei nicht auszuschliessen. Zurmühle: «Im Moment ist eigentlich immer noch alles offen und vieles möglich.»

Präsident ist zufrieden mit Publikumsaufmarsch

Dass neue Wege gesucht werden müssen und das Festival in der bisherigen Form sicher nicht mehr stattfindet, hat verschiedene Gründe. Der Wichtigste: Es stellen sich nicht mehr genügend Leute für die Organisation zur Verfügung. Das OK hat Rekrutierungsprobleme.

ARCHIV - ZUR BILANZMEDIENKONFERENZ DER RIGI BAHNEN AG STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG, AM FREITAG, 5. APRIL 2019 - Detail view of the red Rigi Railway in into the blue railway with travellers Rigi Kulm stop on Mount Rigi, Switzerland, on July 18, 2016. (KEYSTONE/Gaetan Bally)Detailsansicht der roten Rigi-Bahn mit dem Schriftzug "Rigi" mit Blick auf Reisende in der blauen Bahn bei der Station Rigi Kulm am 18. Juli 2016 auf der Rigi. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

ARCHIV - ZUR BILANZMEDIENKONFERENZ DER RIGI BAHNEN AG STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG, AM FREITAG, 5. APRIL 2019 - Detail view of the red Rigi Railway in into the blue railway with travellers Rigi Kulm stop on Mount Rigi, Switzerland, on July 18, 2016. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

Detailsansicht der roten Rigi-Bahn mit dem Schriftzug "Rigi" mit Blick auf Reisende in der blauen Bahn bei der Station Rigi Kulm am 18. Juli 2016 auf der Rigi. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

«Es findet sich niemand mehr, der die nötigen Kontakte herstellen will», sagt Daniel Annen. Der Präsident des Innerschweizer Schriftstellerinnen- und Schriftstellervereins ISSV bedauert, dass die Rigi-Literaturtage ausgerechnet im Jahr, in dem der Verein sein 75-jähriges Bestehen feiert, letztmals durchgeführt werden. Die Innerschweiz sei grundsätzlich «ein harter Boden» für solche Literaturveranstaltungen.

Anders als etwa das Literaturfestival in Leukerbad konnte sich die Rigi nie ganz durchsetzen, auch wenn immer wieder sehr prominente Namen auftraten, aus ihren Büchern lasen oder an interessanten Gesprächs- und Diskussionsrunden teilnahmen. Auch wenn immer wieder die Erreichbarkeit zum Thema gemacht wurde, die Besucherzahlen seien gar nicht schlecht gewesen, sagt Annen: «An den drei Tagen konnten jeweils insgesamt mehrere hundert Besucherinnen und Besucher gezählt werden.»

Schreibende wollen vermehrt unter die Leute

Für den Innerschweizer Schriftstellerverein hat die Neuausrichtung der Rigi-Literaturtage Folgen, das ist für Annen bereits jetzt klar. Der Verein werde dafür schauen, dass seine Mitglieder nun «näher zu den Leuten» gehen könnten. Konkret: Der Verein will mehr Literaturveranstaltungen an verschiedenen Orten organisieren und damit auch einem starken Bedürfnis der Mitglieder entgegenkommen.

Starkes Programm an drei Tagen

Die Literaturtage Rigi starten am Freitag und dauern bis Sonntag:

  • FR: ISSV-Jubiläums-Schreibwettbewerb zum Thema «Echo» 17 bis 18.30 Uhr, die Preisträger stellen ihre prämierten Texte vor.
  • Carl Spitteler, 100 Jahre Literaturnobelpreis, Lesung Walter Sigi Arnold, 20 bis 22 Uhr.
  • SA: Lyrik in der Bergkirche, 10 bis 11.30 Uhr. Lyrikerinnen und Lyriker lesen ihre Gedichte.
  • Literatur aktuell, 14 bis 16 Uhr. Autorinnen und Autoren stellen ihre neuesten Werke vor.
  • Literatur auf dem Gipfel: 18.15 bis 19.15 Uhr. «Von Inseln und Bergen» mit der Spokenword-Autorin Stefanie Grob.
  • Spätprogramm, 20.45 bis 21.50 Uhr. Zum 70. Todestag von Klaus Mann und zum 50. Todestag von Erika Mann.
  • SO: Wortwechsel, 10.45 bis 12.15 Uhr. Der Literaturkritiker Manfred Papst und der Altphilologe Kurt Steinmann sprechen über Homers Klassiker «Illias».
  • «Drei beste Bücher», 14 bis 16 Uhr. Mit André Schürmann, Tabea Steiner, Urs Bugmann.

Mehr Infos, auch Tickets/Anreise auf die Rigi: www.issv.ch

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