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Direkt und unverblümt: So hört sich das neue Album der Luzern Band «FAiR» an

«FAiR» setzten seit ihrer Gründung vor 16 Jahren unverdrossen auf Luzerner Mundartrock. Ihr neues Album «Jetzt esch jetzt» ist jetzt grad erschienen. Am Freitag, 7. Dezember, wird in der Bar 59 gefeiert.
Pirmin Bossart
Das Cover der neuen Platte. Bild: PD

Das Cover der neuen Platte. Bild: PD

Als vor 40 Jahren der Punk auch in Luzern langsam Fuss fasste, spielte der 25-jährige Ferdi Spaeti in der Band «Johnny Bordelli & Co.» Spaeti schrieb seine Lieder in Mundart, was damals noch ziemlich einzigartig war. Eine Tradition, die er 1979 mit der Band «Mad» fortführte. Mundart bedeutete, sich direkt und unverblümt ausdrücken zu können, was ganz zum Do-it-Yourself-Spirit der damaligen Zeit passte. Als 1981 der Sedel in Aussicht gestellt wurde, spielten «Mad» mit den Urpunkern «Crazy» auf dem Kornmarktplatz.

Wie Polo National hat auch der heute 56-jährige Ferdi sein Ding durchgezogen. 2002 gründete er die Band «FAiR», die nach einigen Besetzungswechseln mit dem Keyboarder Tommy Wollenmann, dem Leadgitarristen Daire O’Dunlaing, dem Bassisten Clemens Fritschi und dem Schlagzeuger Pädu Müller an Stabilität und Spielfreude gewonnen hat.

Für das neue Album «Jetzt esch jetzt» hat Ferdi Spaeti zwölf neue Songs geschrieben. Der Opener «Ech gone mit mym Hund i d’Stadt» ist ein fröhliches Stück Schlagerrock (englisch Fun Punk) zum Mitsingen mit einem Refrain, wie er jedem Hundefreund mal in den Ohren klingelt. «Abe­gsoffne Clown» hat einen Reggae-Touch und eine melancholische Note, die dem Album gut tut.

Musikalisch sind «FAiR» abgeklärter und entspannter geworden, mehr Pop und Melodie als Rotz und Rock. Textlich schöpft Spaeti aus dem Alltag persönlicher Erfahrungen und Beobachtungen. Das holpert manchmal ein bisschen. Etwa im Song «Ech mache sie mit Liebi», der sich zunächst aufs Guetzli backen bezieht, aber dann doch noch eine andere Kurve ritzt. «Wenn ich mache Liebi, mach ech mynere Frau e Freud.» Well. Immerhin.

Eventuell ist es die gleiche Frau, die auf «16 Fäde» ihr Handwerk verrichtet. «Mini Frau isch wider einisch am lisme gseh.» «My Wäg» ist «My Way» auf ferdisch. Abgeschlossen wird das ­Album mit einer Ska-Version von «Am Stammtisch». Auf drei Tracks ist der Luzerner Saxofonist Ruedi Bieri mit von der Partie. Fazit: «Jetzt esch jetzt» und bald ist Plattentaufe!

Hinweis: Die Plattentaufe von «FAiR» findet am 7. Dezember, 21 Uhr, in der Bar 59 in Luzern statt.

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