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Druckgrafik: Geisterstadt und Minigalaxie in Emmenbrücke

Die Ausstellung «Wie gedruckt» in der Kunstplattform Akku zeigt Druckgrafiken aus diversen Techniken. Ein Künstler hat gar den ehemaligen Fabrikboden abgedruckt.
Céline Graf
Andreas Weber hat den Boden der ehemaligen Kistenmacherei auf eine «Kiste» (2019) aus Viskoseflies gedruckt. (Bild: PD)

Andreas Weber hat den Boden der ehemaligen Kistenmacherei auf eine «Kiste» (2019) aus Viskoseflies gedruckt. (Bild: PD)

Vor allem drei Dinge verbinden die elf Künstlerinnen und Künstler der Ausstellung «Wie gedruckt» in der Kunstplattform Akku in Emmenbrücke. Erstens: Sie zählen zur Luzerner oder Zürcher Szene. Zweitens: Die meisten haben schon einmal in der Kupferdruckwerkstatt von Mathias Gentinetta in Zürich gedruckt – er stellt nun selbst auch aus. Drittens: Alle sind mit «unkonventionellen» Druckgrafiken vertreten, wie die Kuratorin Lena Friedli sagt.

«Empty City 8» von Sieglinde Wittwer, 2017/18. (Bild: PD)

«Empty City 8» von Sieglinde Wittwer, 2017/18. (Bild: PD)

Unkonventionell seien einerseits die Techniken. Da sieht eine Radierung auf einmal vielmehr nach einer Skulptur oder einer Malerei aus. Letzteres ist etwa der Fall bei den verlassenen Häusern auf den Bildern der Serie «Empty City» von Sieglinde Wittwer: eine spukige Begegnung.

Image entstauben

Unkonventionell sind laut Friedli auch die Formate – eher gross bis sehr gross statt klein und kompakt. «Der Druckgrafik haftet manchmal ein eher verstaubtes Image von Kabinett und Vitrine an», sagt die Kuratorin. Die Werke in der Ausstellung sollen ein anderes Bild vermitteln.

Einer, der Druckgrafik mit Konzeptkunst verbindet, ist Andreas Weber. Der Küssnachter Künstler hat einen Quader aus Hochdrucken gebaut, die er vom Boden des Ausstellungsraums gemacht hat. Eine Kiste, weil sich hier früher die Kistenmacherei der Viscosifabrik befand. Bei Weber wird das Stück lokale Vergangenheit, gezeichnet von Dellen und Kratzern, zu einer Minigalaxie aus durchschimmerndem, marineblauen Flies.

Wenn sich ein wiederkehrendes Motivthema in der diversen Schau erkennen lässt, dann Topografie, Stadt und Architektur.

Vernissage: Mittwoch, 5. Juni, 19 Uhr. Ausstellung bis 7. Juli. Zum Rahmenprogramm

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