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Ehepaare unter Beobachtung

Ingmar Bergmans «Szenen einer Ehe» von 1973 haben ihre beunruhigende Kraft bewahrt - zumal wenn sie so gegenwärtig inszeniert werden wie jetzt am Theater
St. Gallen. Unterhaltsam ist der verbissene Ehekrieg auch.
Rolf App
Noch herrscht Frieden: Peter (Christian Hettkamp, links) und Katarina (Jessica Cuna, 2.v.r.) zu Besuch bei Marianne (Diana Dengler) und Johan (Matthias Albold). (Bild: Sebastian Hoppe)

Noch herrscht Frieden: Peter (Christian Hettkamp, links) und Katarina (Jessica Cuna, 2.v.r.) zu Besuch bei Marianne (Diana Dengler) und Johan (Matthias Albold). (Bild: Sebastian Hoppe)

Das Erste, was man sieht, ist die Regisseurin Barbara-David Brüesch - auf Grossleinwand. «Wie würdet Ihr Euch beschreiben?», fragt sie. Dann kommen Paare ins Bild, die im Verlauf des Abends immer wieder über ihre Beziehung nachdenken. Und dann kommen Johan und Marianne ins Bild, das Theater-Katastrophenpaar des Abends, souverän verkörpert von Matthias Albold und Diana Dengler. Er hält sich für «ausgesprochen intelligent, jugendlich, sexy». Sie sagt nur:

«Ich bin mit Johan verheiratet und habe zwei Töchter.»

Und: «Ich finde Johan ganz nett.» Das wird sich ändern. Denn Ingmar Bergmans «Szenen einer Ehe» von 1973 entfalten in ihrer Beobachtung dieses einen Paars auch heute grosse subversive Kraft, und zwar von Anfang an. Schon als Katarina (Jessica Cuna) und Peter (Christian Hettkamp) zu Besuch kommen, meint Marianne: «Ein bisschen Abwechslung täte Johan gut.»

Es wird dann aber ziemlich viel Abwechslung, die Barbara- David Brüesch turbulent, und, man wagt es fast nicht zu sagen, höchst unterhaltsam in Szene setzt. Was aber nicht darüber hinwegtäuscht, dass das Stück unbequeme Fragen für alle bereithält, die zu zweit zusammen leben. Und auch für jene, die davon träumen.

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