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Interessantes Cross-Over-Projekt entsteht

Die Volksmusikgruppe Oesch’s die Dritten musiziert zusammen mit dem Zentralschweizer Jugendsinfonieorchester. In der Hauptprobe verbinden sich die Klänge zu neuartiger Musik.
Gerda Neunhoeffer
Unter Jonas Bürgin proben Oesch’s die Dritten mit dem Zentralschweizer Jugendsinfonieorchester. Bild: Basil Amrein (6. Januar 2019)

Unter Jonas Bürgin proben Oesch’s die Dritten mit dem Zentralschweizer Jugendsinfonieorchester. Bild: Basil Amrein (6. Januar 2019)

Aus dem Saal im Südpol am Sonntagnachmittag erklingt Dvorák, und im Flur warten die Mitglieder der Volksmusikgruppe Oesch’s die Dritten auf das Zusammenspiel mit dem Zentralschweizer Jugendsinfonieorchester (ZJSO). Nach einer ersten gemeinsamen Probe Anfang Dezember ist nun schon die Hauptprobe für das Konzert, das am 10. Januar im KKL-Konzertsaal unter dem Motto «Heimat – eine berührende Musikreise» stattfindet.

Wie ist dieses Projekt entstanden? Melanie Oesch und ihr Vater Hansueli Oesch erzählen im Gespräch davon. Schon vor einigen Jahren hatte das ZJSO bei der Band angefragt, ob man nicht einmal etwas zusammen machen könnte. Nun ist mit den Arrangements von Omar Barone ein abendfüllendes Programm entstanden, in dem sich Orchester und Volksmusik ergänzen und neu mischen.

Zum ersten Mal musiziert die Volksmusikgruppe mit einem ­Orchester. «Es ist nicht einfach, über das grosse Orchester mit der Stimme durchzukommen, das braucht gute Klangregie», sagt Melanie. «Wir musizieren ja oft auch ohne Mikrofone, aber das geht hier natürlich nicht». Und Vater Hansueli Oesch ergänzt: «Wir spielen etwa hundert Konzerte im Jahr, aber das ist etwas ganz anderes. Im KKL sind wir zwar schon mehrfach im Rahmen der Volksmusikperlen aufgetreten. Aber noch nie haben wir mit einem Sinfonieorchester zusammen musiziert!» Das Thema «Heimat» bot sich an, kommen doch die Volksmusiktitel traditionell aus der Heimat – und mit den slawischen Tänzen von Antonin Dvorák und «Geschichten aus dem Wienerwald» von Johann Strauss Sohn spielt das Orchester klassische Klänge aus der Heimat.

Anspannung und Vergnügen

Nebenbei erzählt die Familie von speziellen Erlebnissen ihrer Reisen. So durften sie in Shanghai keine Texte singen – jodeln in allen Lagen aber war erlaubt. In Amerika gab es da keine Auflagen, und als Familien-Band sind sie weltweit gefragt. «Eigentlich sind wir die zweite und dritte Generation», sagt Hansueli Oesch, der das Schwyzer Örgeli spielt. Zu seiner Frau Annemarie (Gesang und E-Piano), den Kindern Melanie (Gesang), Kevin (Gitarre) und Mike (E-Bass), kommt Urs Meier mit dem Akkordeon zur Familie dazu. Sie sind alle gespannt auf das Cross-Over-Projekt.

Die Probe beginnt, der Saal im Südpol ist eigentlich zu klein, und Oesch’s die Dritten stehen auf der Bühne hinter dem jungen Dirigenten ­Jonas Bürgin (*1996), können aber dadurch das Orchester gut sehen. Zunächst spielt das ZJSO Rossinis Ouvertüre zu «Wilhelm Tell». Dann kommen verschiedene Volksmusiktitel, und man merkt sowohl die Anspannung auf beiden Seiten als auch das Vergnügen am Zusammenklang. Die Arrangements von Omar ­Barone (*1994), der Komposition studiert und im ZJSO Geige spielt, sind vielseitig, und er verwendet Klarinetten, Flöten oder Hörner ganz zu den Texten passend.

In Barones Komposition ­«Alpenteuer» für Orchester kommen sogar Alphörner zum Einsatz, auch das können die jungen Musiker. Und es wird eine Uraufführung, wie alle Arrangements dieses Konzertes. «Man muss gut aufeinander hören», sagt Melanie Oesch in der Pause, und immer wieder ist sie überrascht von den differenzierten Klängen und der Spielfreude des Orchesters.

Dass die Balance in diesem Saal noch nicht optimal sein kann, ist klar, aber in der Anspielprobe am Donnerstag im KKL werden Klang- und Lichtregie so angepasst, dass alles stimmig ist. Und mit «Oesch’s Medley» von Barone, einem Stück über thematisches Material der Oesch’s mit Solisten, wird das aussergewöhnliche Konzert enden.

Das Konzert findet am Donnerstag, 10. Januar 2019, 19.30 Uhr, im KKL Luzern statt.

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