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Ein Kinofilm auf Tarantinos Spuren

«Bad Times at the El Royale» ist ein mörderischer und mit viel Sixties-Musik unterlegter Krimi-Spass des amerikanischen Regisseurs Drew Goddard.
Geri Krebs

Das «El Royale» ist ein Hotel, gelegen auf der Grenze zwischen den Bundesstaaten Nevada und Kalifornien, das auch schon bessere Zeiten gesehen hat. An diesen unwirtlichen Ort verschlägt es nacheinander: eine schwarze Soul-Sängerin (Cynthia Erivo), einen Staubsaugervertreter (Jon Hamm), einen Priester (Jeff Bridges), eine Hippie-Frau (Dakota Johnson) und einen Sektenführer (Chris Hemsworth). Abgesehen von der Sängerin birgt jede Figur ein düsteres Geheimnis.

Wir schreiben das Jahr 1968, die Zeit von Flower Power, aber auch des Vietnamkrieges, der gelegentlich in TV-Bildern auf herannahendes Unheil verweist. Doch mehr noch als dieser historische Kontext ist es die Musik, die den Film zeitlich verortet. Einerseits durch die Sängerin Darlene, die Lieder jener Zeit übt, andererseits aber durch eine Jukebox mit Sixties-Songs. Einer ist in voller Länge zu hören: Deep Purple’s «Hush», der allererste Hit der Hardrock-Pioniere. «Ich hatte das Stück schon im Kopf, bevor ich mit dem Drehbuch anfing», erklärt Regisseur Drew Goddard den ungewöhnlichen Entschluss, den Song vom ersten bis zum letzten Takt auszuspielen.

Goddard landete 2012 mit seinem Regie-Erstling «The Cabin in the Woods», einen Überraschungserfolg und schrieb das Drehbuch zum Blockbuster «The Martian». Danach habe er etwas ganz anderes machen wollen, sagt Goddard. Thriller und Film Noir seien seine Lieblingsgenres.
Und wie sieht es mit Quentin Tarantino aus, dessen Film «The Hateful 8» sich ebenfalls um einen Haufen Fremder dreht, die an einem verlassenen Ort zusammentreffen?

Natürlich liege Tarantinos Schatten über seinem Film, meint Goddard. Niemand, der in den letzten 20 Jahren in den USA Genrekino gemacht habe, sei frei von seinem Einfluss. Und tatsächlich: was Überraschungsmomente und Gewaltausbrüche angeht, erweist Goddard sich als gelehriger Schüler.

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