Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Ein Mosaik an Flüchtlingsschicksalen mit fahlem Beigeschmack

Aliki Nassoufis, dpa

Ai Weiwei ist der bekannteste zeitgenössische Künstler Chinas. Bekannt wurde der 60-Jährige auch als Menschenrechtler und Regimekritiker, der in seiner Heimat zeitweise in Haft sass. Heute lebt Ai Weiwei in Berlin und ist Gastprofessor an der Universität der Künste. Zurzeit gibt es auch in Lausanne eine grosse Ausstellung mit seinen Arbeiten.

Mit «Human Flow» versucht Ai Weiwei die Flüchtlingskatastrophe in ihrem globalen Ausmass zu erfassen. Besonders eindrucksvoll sind die Aufnahmen aus der Luft, die die enormen Dimensionen einfangen: wie riesig so ein Zeltlager irgendwo in der staubigen Wüste ist oder wie ein einzelnes Schlauchboot wie eine Nussschale auf dem riesigen Mittelmeer hin und her schwankt. Es sind diese teils fast abstrakt und poetisch anmutenden Bilder, die am prägnantesten nachwirken. Ansonsten enttäuscht «Human Flow». Der Film bleibt seltsam an der Oberfläche, trotz einer Länge von 140 Minuten. Es entsteht zwar ein Mosaik der vielen Schicksale und Krisen, doch irgendwann rauschen die Zahlen und Schauplätze und Krisen an einem vorbei. Hinzu kommt, wie Ai Weiwei sich selbst inszeniert. Mal hilft er einem Flüchtling vom Boot, mal lässt er sich die Haare schneiden. Diese Szenen lenken nicht nur ab, sondern stören teilweise regelrecht. So bleibt schliesslich ein fahler Beigeschmack und das Gefühl, dass der Film den Flüchtlingen trotz viel Engagements nicht gerecht wird.

Aliki Nassoufis, DPA

Ab Donnerstag in den Kinos

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.