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Christoph Walter im KKL: Emotionen zum Träumen und Swingen

Christoph Walter und sein Orchestra boten in ihrer Entertainment-Gala am World Band Festival populäre Musik auf höchstem Niveau. Überraschungsgäste und bekannte Songs in neuen Arrangements begeisterten.
Gerda Neunhoeffer
Christoph Walter, hier bei seinem letztjährigen KKL-Auftritt. (Bild: Philipp Schmidli, 26.9.2017)

Christoph Walter, hier bei seinem letztjährigen KKL-Auftritt. (Bild: Philipp Schmidli, 26.9.2017)

Farbenprächtige Lichteffekte im ausverkauften KKL-Konzertsaal, populäre Musik fast ohne Grenzen, dazu nach jeder Nummer kräftigen Applaus und Jubelrufe: Das gab es am Dienstagabend beim World Band Festival.

Das Christoph Walter Orchestra bot offensichtlich genau das Gewünschte und noch viel mehr. Der Bandleader selber, ein Allroundmusiker, der mit jedem Instrument vertraut ist und auch noch singen kann, tanzte, hüpfte und moderierte in bester Laune, die sofort ansteckend wirkte. Und Überraschungsgäste gaben den Programmpunkten «Heimat – Mini Schwiiz» zusätzlichen Reiz. Da trat plötzlich Martin Wicki mit dem Schwyzerörgeli auf, Franziska Wigger punktete mit Jodel, und ein Posaunist zauberte Töne auf dem Alphorn.

Für jedes Stück einen ganz eigenen Sound

Nelly Patty und Julien Laurence schmeichelten einmal mit verführerischen Stimmen, zeigten dann wieder rhythmisches Temperament und kokettierten mit dem Publikum. Vom Streichquartett kam süffiger Sound in «La belle vie», und der Perkussionist gab auf seinen Congas im Stück mit dem passenden Titel «Conga» den rhythmischen Drive.

Für jedes Stück hielt das Christoph Walter Orchestra seinen ganz eigenen Sound bereit. Jedes Solo, ob von Saxofon, Trompete, Gitarre oder Violine, gelang hervorragend virtuos oder in langen Melodiebögen, und immer war es im Gesamtsound bestens austariert.

Amin Mokdad zelebrierte in Henry Mancinis «Speedy Gonzales» auf seiner Flöte wildeste Improvisationen, Pianist Alex Wilson spielte seine wunderbar getragene, ganz neuartige Version vom «Vreneli ab em Guggisbärg», Patrick Ottiger lieferte Spitzen­töne auf seiner Trompete. Pius Baumgartner gab seiner Eigenkomposition «Boqueron» groovigen Saxofon-Sound, und in «Purple Rain» von Prince zeigte Julien Laurence die ganze Bandbreite seiner variablen Stimme. Das ­Orchestra spielte mit flexiblem Sound, charakterisierte jede Stimmung, liess Zeit zum Träumen und zum Mitswingen.

Hinreissend gelangen «New York, New York» und «Music Was My First Love» von John ­Miles war Feeling pur. «Nimm dr chli Zyt» sang Christoph Walter am Ende, und «I Did It My Way» passte wohl auf jeden in diesem Orchester. Alle sind exzellente Solisten, die dem Publikum mit spürbarer und mitreissender gemeinsamer Spielfreude einen unvergesslichen Konzertabend beschert haben. Und die Menschen beschwingt in die kühle Herbstnacht entliessen.

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