ENGELBERG: Wolfahrt war der Publikumsliebling

Auftakt nach Mass für das Alpen-Schlagerfestival auf dem Brunni: Nicht nur der Stargast begeisterte, auch alle andern Sänger und Musiker verwöhnten die Fans.

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Höhepunkt des ersten Wochenendes: der Auftritt von Markus Wolfahrt, Ex-Frontmann der Klostertaler. (Bild: Robert Hess)

Höhepunkt des ersten Wochenendes: der Auftritt von Markus Wolfahrt, Ex-Frontmann der Klostertaler. (Bild: Robert Hess)

«Insgesamt besuchten am Wochenende über 2800 Personen das Brunni-Gebiet», zog Thomas Küng, Geschäftsführer der Brunni-Bahnen Engelberg AG, gestern Montag Bilanz. Davon war bestimmt ein rechter Teil vor allem wegen des 15. Alpen-Schlagerfestivals ins Bergrestaurant Ristis gekommen. Andere Brunni-Gäste, darunter viele Wanderer, liessen sich durch die fröhliche Party-Stimmung zu einem mehr oder weniger langen Besuch im Festzelt spontan anlocken. Denn beim Alpen-Schlagerfestival auf dem Brunni ist der Eintritt seit jeher frei, «was nur dank der grossen Unterstützung unserer Sponsoren möglich ist», betonte Kurt Zurfluh, der prominente Moderator des ersten Wochenendes. Der zweite Teil des diesjährigen Alpen-Schlagerfestivals (siehe Kasten) wird ab Freitag von Andy L. Lütolf (Ex-Dorados) moderiert.

Eröffnet hatte das 15. Alpen-Schlagerfestival am Samstagmittag die Berner Unterhaltungsband Silberstern. Die Sängerin Maria Da Vinci begeisterte das Publikum anschliessend mit ihrem südländischen Temperament, und schliesslich sorgte der frisch-freche Auftritt des Luzerner Mundart-Folk-Musikers Kunz für den Höhepunkt vom Samstag.

Stimmung und Überraschungsgast

Keine Zweifel, dass auf dem Brunni auch am Sonntag nur fröhliche Stimmung herrschen durfte, liessen die Luzerner Radys aufkommen. «Miär sind alli gued druuf», verkündeten Markus Zemp und Thomy von Büren in ihrer musikalischen «Sonntagnachmittags-Predigt» und traten mit ihren Darbietungen auch gleich den Tatbeweis an.

Und dann kündigte Moderator Kurt Zurfluh die gebürtige Südafrikanerin und Sängerin Montlafi als Überraschungsgast an. Sie sang sich ebenso rasch in die Herzen des Publikums wie die 20-jährige Bernerin Michelle Kissling. Das «Bärner Meitschi» überzeugte mit ihrer natürlichen Art, einer schönen Stimme und gekonnten Darbietungen von traditioneller Volksmusik bis Schlager.

Unbestrittener Stargast

Die Herzen aller weiblichen und vieler männlichen Fans schlugen besonders hoch, als Markus Wolfahrt die Brunni-Bühne betrat. 34 Jahre war der heute 55-jährige Vorarlberger Bandleader und Frontmann der berühmten Klostertaler gewesen, bevor er eine Einzelkarriere startete.

«Warum ist das schon vorbei?»

Rasant stieg das Stimmungsbarometer im Bergrestaurant Ristis, als Wolfahrt seine Mega-Party voll in Schwung brachte und seinen begeisternden Lauf über Bühne und Tische brachte. «Es war doch so schön, warum ist das jetzt schon vorbei?», bedauerte ein weiblicher Fan, als das Publikum Wolfahrt nach rund einer Stunde ziehen lassen musste.

Hat ein Herz für traditionelle Volksmusik: die 20-jährige Bernerin Michelle Kissling. (Bild: Robert Hess)

Hat ein Herz für traditionelle Volksmusik: die 20-jährige Bernerin Michelle Kissling. (Bild: Robert Hess)