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Fanny Ardant war früher ein Mann

Am «PinkPanorama»-Weekend stehen queere Filme aus Brasilien, Israel, den USA, aus Paraguay oder ­Finnland auf dem Programm. Und zwei Premieren mit grossen französischen Schauspielerinnen.

Das Festival für queere Filme «PinkPanorama» ist seit vielen Jahren ein Fixpunkt im Zentralschweizer Kulturkalender. Heuer geht es in einer etwas abgespeckten Form als Film-Weekend über die Bühne, da langjährige Mitorganisatoren nicht mehr dabei sind. Kein Jahr ohne «PinkPanorama» also. «Das sind wir den Leuten schuldig», sagt Peter Leimgruber vom Stattkino Luzern, der die schwulen Filme mitprogrammiert. Das Festival sei mit durchschnittlich etwa 1000 Zuschauern pro Ausgabe recht gut besucht. Und Filme gibt es genug.

Mit dem Eröffnungsfilm «Para Aduma» («Red Cow») und «The Cakemaker» kommen zwei Filme aus Israel; ein Land, das vor dem politisch-religiösen Konflikt immer wieder hervorragende Filme zu queeren Themen hervorbringt. Mit «Tinta Bruta», dem Dokumentarfilm «Bixa Travesty» (Teddy Award) und «Piscina» ist Brasilien überdurchschnittlich vertreten. Die Situation dürfte sich für die LGBT-Community unter einem homophoben, frauenfeindlichen Präsidenten noch zusätzlich verschärfen.

Als Deutschschweizer respektive Luzerner Premiere zeigt das «PinkPanorama» zwei Grandes Dames des französischen Kinos: Isabelle Huppert spielt in der Coming-of-Age-Geschichte «Marvin ou la belle éducation» die Lehrerin, Fanny Ardant in «Lola Pater» den Vater, der seit 25 Jahren als Frau lebt. «Las Herederas» aus Paraguay (Vorpremiere, ab 1. 1. im Stattkino) handelt von einer älteren Frau, die sich nach langer Beziehung von ihrer Partnerin zu emanzipieren beginnt (Silberner Bär für Ana Brun).

2019 mit ­ neuem Namen

Das «PinkPanorama» nimmt die personellen Wechsel zum Anlass für intensive Diskussionen über die Zukunft des Festivals. Doch dass es weitergehen soll, steht fest – für 2019 gibt es bereits ein Datum –, wenn auch unter neuem Namen. Der Zusatz «lesbischwul» oder «LGBT» sei nicht mehr zeitgemäss, so Leimgruber. Steht doch queer für alle Geschlechtsidentitäten, die nicht der Norm entsprechen. (reg)

«PinkPanorama» Film-Weekend, 8. bis 11. November, Stattkino, Luzern. Am Samstag sind Julia Fuhr Mann und Brandy Butler anwesend, Regisseurin und Darstellerin von «Riot Not Diet». Weitere Infos: www.pinkpanorama.ch

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