FERNSEHEN: Drei Sanfte gegen den Schweizer Bluesrocker

Heute Abend hat Marc Amacher aus Brienz gute Chancen «The Voice of Germany» zu gewinnen. Der gelernte Monteur wurde von den Fantastischen Vier unter die Fittiche genommen.

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Marc Amacher bei seinem Auftritt im Halbfinale in Berlin. (Bild: Jens Kalaene/EPA)

Marc Amacher bei seinem Auftritt im Halbfinale in Berlin. (Bild: Jens Kalaene/EPA)

Einmal mehr hat ein Schweizer beste Chancen, eine Castingshow in Deutschland zu gewinnen (vergleiche Box). Marc Amacher (32) begeisterte die TV-Zuschauer von «The Voice of Germany» mit seiner unangepassten Art und rockigen Stimme. Der Monteur aus Brienz könnte seinen sogenannten Coaches, Michi Beck und Smudo von den Fantastischen Vier, kurz vor Weihnachten den dritten Sieg in Folge bescheren.

«Ich hoffe erst mal, dass die Unterhaltung gewinnen wird. Wenn wir mit einem Hattrick nach Hause kommen, wäre das auch toll», sagte Smudo.

Coach zum Weinen gebracht

Markant ist auch der Finalist von Sängerin und Coach Nummer zwei, Yvonne Catterfeld. Boris Alexander Stein (29) aus Lüneburg fällt durch seine Tätowierungen an Hand, Hals und Gesicht ins Auge. Seine weiche Stimme stellt dazu einen geheimnisvollen Kontrast dar. «Jemand, der einfach anders aussieht als er singt», meint Catterfeld. Sie könnte den ersten Sieg eines weiblichen Coaches bei «The Voice» holen.

In einem offenen Rennen haben auch die beiden anderen Finalisten gute Chancen, die sechste Staffel zu gewinnen. Der österreichische Student Robin Resch (22) brachte seinen Coach Samu Haber mit seiner gefühlvollen Balladen-Stimme zum Weinen.

Im Halbfinale trat der Songwriter allein mit seiner Gitarre auf – Band und Orchester im Hintergrund blieben stumm. Auch Tay Schmedtmann (20) aus Steinhagen in Nordrhein-Westfalen überzeugte im Team von Andreas Bourani mit seiner einfühlsamen Stimme und zog mit über achtzig Prozent der Zuschauerstimmen souverän ins Finale ein.

Die vier Finalisten bekommen in der Liveshow aus Berlin prominente Unterstützung. Alicia Keys, die für den ursprünglich geplanten Bruno Mars auftritt, John Legend, Emeli Sandé, One Republic und der britische Castingshow-Gewinner James Arthur sind mit dabei. Alle Talente versuchen zudem, mit ihrer eigenen Single und im Duett mit ihrem Coach zu punkten.

Mit den Quoten der Castingshow, die im kommenden Jahr in die siebte Runde geht, können die ausstrahlenden Sender zufrieden sein. Das Experiment, das Musikformat erstmals auch am Sonntag gegen den «Tatort» zu platzieren, hat sich aus ihrer Sicht gelohnt. Zu Beginn der Staffel schauten rund vier Millionen Zuschauer zu. Die erste Liveshow hatte vor einer Woche weniger Resonanz. Mit etwa drei Millionen Zuschauer war es aber das stärkste Halbfinale seit 2013.

Dass sie den vierten Advent nicht zu Hause verbringen werden, sondern im Fernsehstudio, ist für die prominenten Coaches kein Problem. «Am vergangenen Sonntag hab ich mit den Kindern per Facetime Advent gefeiert, aber die freuen sich natürlich auch und verfolgen die Sendung am Fernseher. Wir feiern einfach am Montag den vierten Advent nach», sagt Smudo.

Hinweis

«The Voice of Germany» läuft heute um 20.15 auf Sat 1.

Thomas Bremser, DPA
kultur@luzernerzeitung.ch