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FESTIVAL: Ein Festival voller Farbtupfer

Die zehnte Ausgabe des B-Sides ging gestern zu Ende und war ein voller Erfolg. Wer irgendein Leiden hatte, konnte sich von zwei Heilerinnen helfen lassen.
Michael Graber
Blumen für die Prinzessin, deren Maske einen Bartträger verbirgt. (Bild: Corinne Glanzmann / Neue NZ)

Blumen für die Prinzessin, deren Maske einen Bartträger verbirgt. (Bild: Corinne Glanzmann / Neue NZ)

Michael Graber

17.30 Uhr am Samstagnachmittag am B-Sides ist das Durchschnittsalter auf dem Sonnenberg am höchsten. Plötzlich stossen zu den Jungen und Junggebliebenen auch zahlreiche angegraute Personen – das Kinderprogramm geht zu Ende, und Grosspapi und Grossmami übernehmen den Nachwuchs, Mama und Papa geniessen noch etwas Erwachsenenprogramm.

Die Prinzessin ist hoch im Kurs

Das Kinderprogramm am Samstagnachmittag hat sich mittlerweile am Festival etabliert und gehört zu den festen Bestandteilen des musikalischen Wochenendes. Statt Indie-Rockern laufen dann Clowns über den Platz, da werden grosse Ballons aufgeblasen, und auf der Bühne verzichtet das Splätterli­theater ausnahmsweise mal auf grosse Flüssigkeitsmengen, die ins Publikum fliegen, und spielt ein Stück für die Kleinen. Mona (4) gefällts jedenfalls prächtig: «Am besten ist die Prinzessin», sagt sie strahlend und drängelt sich wieder nach vorne.

Immerhin: So schwierig ist der Kampf nicht, und ellbögeln muss sie auch noch nicht: Der Kindernachmittag ist zwar gut besucht mit knapp 400 Eintritten, aber gegen das Gedränge am Freitag- und Samstagabend ist das nichts. Beide Abende waren restlos ausverkauft – insgesamt besuchten an den drei Tagen von Donnerstag bis Samstag rund 4500 Leute das Festival auf dem Sonnenberg. Bereits im Vorfeld gab es keine Tickets mehr. Das gute Wetter hatte also keinen Einfluss – wobei gesagt werden muss, dass es sogar deutlich schlechter angesagt war. Es blieb bis auf wenige Tropfen trocken, und die dunklen Wolken am Pilatus zogen immer woanders hin.

Fast ein bisschen Disco

Dieses Glück haben sich die Macher auch reichlich verdient: Auch bei der zehnten Ausgabe gab es wieder zahlreiche Highlights. Tocotronic natürlich (siehe Ausgabe vom Freitag) und viele weitere. Der Auftritt von Dan Deacon brachte wohl auch noch den Allerletzten zum Tanzen, und in Kombination mit den bassigen Liima war der Freitagabend fast schon ein bisschen ein Disco-Abend.

Weitaus rockiger waren da Black Mountain am Samstag – die Kanadier zeigten rasch, warum sie sich einen grossen Namen in der Szene geschaffen haben.

Mindestens so sehr wie die Hauptacts gehören aber die vielen kleinen Farbtupfer zum B-Sides. Etwa die kleinen Bands, die überall auf dem Gelände und auch mal ausserhalb spielen (grossartig, was Obertonstruktur der Kaulquappe für eine Show boten).

Ein letztes Extralob hat sich die Black Smokes Medicine Show verdient. Dort verwirklichen sich zwei «Heilerinnen», die mit viel Show und Liebe Tränke gegen allerlei Gebrechen (Liebeskummer, Telefonsucht) brauen und dann an Mann und Frau bringen. Meistens ist es vor allem ein starkes Gebräu. Vor dem langen Heimweg zurück ins Tal genau das Richtige.

Das Splätterlitheater brachten am B-Sides viele Kinderaugen zum Leuchten. (Bild: Corinne Glanzmann / Neue NZ)

Das Splätterlitheater brachten am B-Sides viele Kinderaugen zum Leuchten. (Bild: Corinne Glanzmann / Neue NZ)

El Ritschi am B-Sides Frstival in Kriens. (Bild: Corinne Glanzmann / Neue LZ)

El Ritschi am B-Sides Frstival in Kriens. (Bild: Corinne Glanzmann / Neue LZ)

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