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FESTIVAL: Grosse Fiesta mit Zwischentönen

Zwischen internationalen Ensembles stellte das Blasorchester Stadtmusik Luzern seinen neuen Dirigenten vor.
Der neue Dirigent des Blasorchesters Stadtmusik Luzern, Hervé Grélat (38). (Bild: PD/Philipp Strohbach)

Der neue Dirigent des Blasorchesters Stadtmusik Luzern, Hervé Grélat (38). (Bild: PD/Philipp Strohbach)

Was für ein prominenter Rahmen für die erste Vorstellung! Das World Band Festival präsentiert Blasmusik von Weltklasse. Und gab am Sonntag dem neuen Dirigenten des Blasorchesters Stadtmusik Luzern eine Plattform, um eine erste Visitenkarte abzugeben. Für hohes Niveau steht dabei schon die Herkunft von Hervé Grélat (38). Er stammt aus der zweiten Blasmusikhochburg der Schweiz, der Romandie, woher die vier erstplatzierten Bands des Brass-Bands-Contests zu Beginn des WBF stammten.

Seestimmungen

Vielleicht lag es am Luzerner Saal, dass im Eröffnungsstück von Edward Gregson die im Titel beschworene Festivo-Stimmung noch etwas steif wirkte und erst im zweiten Teil dank dem präzisen Schlagwerk an Leichtigkeit gewann. Aber schon in der Stückwahl war das Programm wie eine unaufhaltsame Steigerung angelegt. So kamen im kammermusikalischen Beginn von Oliver Waespis Skies erstmals auch die Holzbläserfarben kräftiger zur Geltung, bevor Grélat die Seestimmungen machtvoll ausreizte.

Den sinfonischen Anspruch, den das Blasorchester in den 26 Jahren unter Grélats Vorgänger Franz Schaffner pflegte, wurde in einem ersten Höhepunkt eingelöst in Bert Appermonts «Saga Candida». Die Hexen-Saga wurde zur Visitenkarte auch für das Orchester, das in allen Registern starke Leistungen zeigen konnte. Vom differenzierten Einsatz von Flöten, Oboen und Klarinetten über Schlagzeuggewitter bis hin zum süffigen Schmelz von Trompeten und Hörnern bot es alles.

Schon da schien offensichtlich, dass der Jurassier Grélat bei der Stadtmusik seine Erfahrungen mit klassischen Sinfonieorchestern mit einbringen dürfte. Das bestätigte sich in Alfred Reeds El Camino Real, wo die spanischen Gitarrenanklänge zwar mit Brillanz und Feuer entfacht wurden, aber doch auch Raum für nicht-plakative Zwischentöne liess.

Dass unter seiner Leitung auch die Unterhaltung nicht zu kurz kommen dürfte, demonstrierte Arturo Marquez’ Danzon Nr. 2 zum Schluss: Das Stück, mit dem Gustavo Dudamel mit dem Simon-Bolivar-Jugendorchester für Furore sorgte, versprühte hier mit seinen Latin-Rhythmen und eingängigen Melodien authentischen und doch punktgenau entfachten Fiesta-Trubel, den Grélat und das Orchester in die Zugabe verlängerten. Ein geglückter Einstand, der bestens in den prominenten WBF-Rahmen hineinpasste und Lust macht auf die Wiederbegegnung im ersten regulären Konzert der Stadtmusik im Februar.

Urs Mattenberger

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